News-Meldung vom 10.07.2002 11:50
Nach einem Bericht der Financial Times Deutschland soll der neue Chef der angeschlagenen Telefongesellschaft Mobilcom, Thorsten Grenz, die Investitionen in den Aufbau eigener Mobilfunknetze gestoppt haben. Auch der bereits für Februar 2002 angekündigte Start eines eigenen GPRS-Netz sei fraglich. Der Aufbau des UMTS-Netzes sei vorerst gestoppt.
Die France Telecom, die Mobilcom komplett übernehmen möchte, habe derzeit keine Mittel, um die Kosten für den Netzausbau voranzutreiben, schreibt die Zeitung. Des Weiteren gibt es auch Gegenwind bei Netzausrüstern wie Ericsson, Nokia und Siemens. Die Ausrüster hielten Bestellungen zurück und würden neue nur annehmen, wenn die Rechnungen direkt beglichen würden. Die Ausrüster reagierten damit auf den Versuch der France Telecom, ihnen einen Forderungsverzicht abzuverlangen. Ericsson und Nokia hätten Mobilcom Lieferantenkredite über insgesamt mehr als eine Milliarde Euro gewährt. Um sie zum Teilverzicht zu zwingen, habe die France Telecom mit der Insolvenz von Mobilcom gedroht.
(mgo)
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