News-Meldung vom 10.01.2010 11:05
Qualcomms E-Reader-Konzept mit farbigem Mirasol-Display
Das eigentlich für Mobilfunkchips bekannte Unternehmen Qualcomm zeigte auf der CES einen E-Book-Reader, der statt eines E-Ink-Displays eines mit der hauseigenen Mirasol-Technik enthielt. Mirasol arbeitet wie E-Ink besonders stromsparend, weil es nur bei Bildwechseln Strom benötigt; ohne Stromzufuhr bleibt der Bildschirminhalt erhalten. Die Bilderzeugung geschieht allerdings fundamental anders: Im Display werden keine Kügelchen umgedreht, sondern winzige Metallmembranen im Mikrometerbereich bewegt. Das dargestellte Bild entsteht durch konstruktive und destruktive Interferenzen des einfallenden Lichts – ähnlich wie die Motive auf den Flügeln eines Schmetterlings.
Gleichzeitig räumt Mirasol mit den größten Nachteilen von E-Ink auf: Es zeigt nicht nur farbige Bilder, sondern schaltet auch schnell genug, um Videos, Animationen oder Scroll-Vorgänge flüssig anzuzeigen. Bei dem auf der CES gezeigten Prototypen eines E-Readers war kein Unterschied zur Bewegtbild-Darstellung auf einem LC-Display erkennbar.
Qualcomm hält weiterhin an seiner Prognose fest, dass die ersten Mobilgeräte mit Mirasol-Display im Herbst diesen Jahres auf den Markt kommen. Wie bei den anderen Produkten des Unternehmen wolle man aber nicht selbst fertige Geräte verkaufen, sondern ODM-Herstellern Technik, Dokumentation und Komponenten zur Verfügung stellen.
(mue)
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