News-Meldung vom 21.07.2005 14:06
Als erster Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland macht T-Mobile konkrete Angaben zur Verfügbarkeit von HSDPA. Von dem als "Datenturbo" für UMTS-Netze apostrophierten "High Speed Downlink Packet Access" verspricht sich T-Mobile in der Praxis zunächst Übertragungsraten von bis zu 1,8 MBit/s in Empfangsrichtung -- fünfmal mehr als die in der jetzigen UMTS-Infrastruktur möglichen 384 kBit/s. Im Herbst 2005 will der Netzbetreiber zusammen mit einer nicht näher genannten Anzahl Geschäftskunden HSDPA-Pilotversuche in mehreren großen Städten durchführen. Zugleich sollen in den T-Punkten auf dem Kurfürstendamm in Berlin und auf dem so genannten T-Mobile-Campus in Bonn HSDPA-Demonstrationen stattfinden.
Den Start für die kommerzielle Nutzung von HSDPA hat der Netzbetreiber für die CeBIT 2006 (9. bis 15. März) angekündigt. Dann soll HSDPA im gesamten UMTS-Netz von T-Mobile implementiert sein. Um HSDPA bereitzustellen, genügt bei moderneren UMTS-Basisstationen ein Software-Upgrade, bei älteren Sendeanlagen ist jedoch ein Austausch der Hardware erforderlich. Die Bonner kündigten an, die Durchsatzraten "Zug um Zug" bis auf 7,2 MBit/s in Empfangsrichtung zu steigern. Theoretisch sind mit HSDPA in einer zweiten Ausbaustufe bis zu 14,4 MBit/s in Empfangsrichtung möglich.
Im Februar hatte Ericsson in einer Demonstration von HSDPA "Phase 2" mit 9 MBit/s in Empfangsrichtung Rekordwerte erzielt. Ob und wann T-Mobile mit HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) auch den Datendurchsatz in Senderichtung beschleunigt, ist noch offen. Ab September 2005 will T-Mobile eine Laptop-Datenkarte vertreiben, die in der jetzigen UMTS-Infrastruktur lauffähig ist und mittels automatischem Firmware-Update HSDPA-fähig werden soll. Angaben zu Typ und Hersteller dieser Datenkarte machte T-Mobile bislang nicht.
(ssu)
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