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News-Meldung vom 11.05.2009 17:06

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Vodafone und T-Mobile: Kein Streit mit Nokia wegen Skype-Handy

Den Streit um Skype auf dem Handy will der Mobilfunkanbieter Vodafone mit einem Sondertarif umschiffen. Für Kunden, die den günstigen Internet-Dienst zum Telefonieren über das Netz (VoIP) verwenden wollten, werde es künftig spezielle Datentarife geben, sagte Vodafone-Sprecher Kuzey Esener am heutigen Montag der dpa. Auch Konkurrent T-Mobile prüft nach eigenen Angaben einen Sondertarif – allerdings als eine von mehreren Optionen. "Es gibt verschiedene Modelle, die noch geprüft werden", sagte T-Mobile-Sprecher Alexander von Schmettow.

Noch vor rund sechs Wochen hatte T-Mobile angekündigt, den erst seit kurzem auch für Mobiltelefone wie Apples iPhone verfügbaren Internet-Dienst blockieren zu wollen. Inzwischen rudert das Unternehmen aber teilweise wieder zurück. Mit den Skype-fähigen Handys des finnischen Herstellers Nokia hat das Unternehmen keine Probleme. Das in wenigen Wochen erscheinende N97 werde es entgegen anderslautender Medienberichte auch bei T-Mobile geben, bestätigte von Schmettow.

Allerdings werden die Kunden beider Mobilfunkanbieter Skype auf den Geräten nicht vorinstalliert finden. Nokia liefere seine Telefone aber mit einem allgemeinen, vorinstallierten Client für Internet-Telefonie (Voice over IP, VoIP) aus, sagte von Schmettow. Der Kunde könnte dann einen Dienst seiner Wahl nutzen. Auch Vodafone ist nach eigenen Angaben weit entfernt von einem noch am Wochenende von der Welt berichteten Boykott gegen Nokia-Handys. "Es gibt keinen Streit zwischen Nokia und uns", sagte Esener. Auf den von Nokia gelieferten Handys sei Skype nicht vorinstalliert. "Allerdings kann der Kunde die Skype-Software selbst draufladen."

Der Internet-Dienst Skype ist seit rund sechs Wochen erstmals auch für Mobiltelefone verfügbar. Nach dem Erscheinen der Software für Apples iPhone war die Software nach kurzer Zeit bereits über eine Million Mal herunter geladen worden. Skype-Nutzer telefonieren über das Internetprotokoll untereinander kostenlos, Gespräche zu anderen Teilnehmern kosten eine geringe Gebühr. Vorerst erwarte er aber noch keinen großen Ansturm der Nutzer auf den Dienst, sagte Esener.

T-Mobile hatte als Grund für seine Blockade-Absichten angeführt, dass der Service das Netz erheblich belasten würde und keine gleichwertige Sprachqualität gewährleistet werden könne. Erste Erfahrungen im Ausland hätten dieses Argument jedoch entkräftet, wendet dagegen die Noch-eBay-Tochter Skype ein. Tatsächlich dürften die Mobilfunkbetreiber aber befürchten, dass ihnen der Dienst mittelfristig deutlich Umsätze kosten könnte. Wer seine Gespräche auch mobil über eine Daten-Flatrate führt, kann in vielen Fällen kräftig Gesprächskosten sparen. Die aber sind das Kerngeschäft der Mobilfunk-Unternehmen. (dpa) / (dpa) / (vbr)

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