Dank der Veröffentlichung des Teredo-Protokolls im RFC 4380 und der Arbeit des Linux-Kernelentwicklers Rémi Denis-Courmont steht mitterweile die quelloffene Teredo-Implementierung Miredo bereit, die unter Linux und BSD-Unixen läuft und sich als fertiges Paket beispielsweise in den Distributionen Debian, Opensuse und FreeBSD findet. Für Mac OS X steht unter www.deepdarc.com/miredo-osx ein fertiges Softwarepaket einer Miredo-Testversion bereit, die allerdings bereits gut zwei Jahre alt ist. In einem Subversion-Repository finden sich die passenden Quelltexte.
Unter Linux verbindet das Paket Miredo den Rechner per Teredo-Tunnel mit dem IPv6-Internet
Unter Debian oder Ubuntu startet Miredo nach der Installtion als Dienst. Der Eintrag "START_MIREDO" in der Datei /etc/default/miredo steuert, ob Miredo während des Systemstart den Tunnel aufbaut. Details zum Verbindungsaufbau hinterlegt Miredo in der Datei /etc/miredo/miredo.conf:
# Please refer to the miredo.conf(5) man page for details.
InterfaceName teredo
# Pick a Teredo server:
# ServerAddress teredo.ipv6.microsoft.com
ServerAddress teredo-debian.remlab.net
ServerAddress legt fest, welchen Teredo-Server der Client anfragen soll – im Beispiel den Teredo-Server des Miredo-Entwicklers. Wie auch der Microsoft-Teredo-Server verrichtet dieser ohne zusätzliche Anmeldung seine Dienste. Mit InterfaceName vergibt die Software den Namen für das Tunnel-Interface. Weitere Einstellungen benötigt der Tunnel nicht und auch die Namensauflösung funktioniert unter Linux klaglos.
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