News-Meldung vom 23.03.2009 11:44
Die Internet Society hat ihre 90 Mitgliedsorganisationen zum Einsatz von IPv6 befragt. Trotz der IPv6-Einführung in ihren Netzen, fehlt den Befragten ein konkretes wirtschaftliches Szenario, das die Umstellung auf IPv6 als "Killerapplikation" vorantreibt.
Auf die Fragen der Studie haben insgesamt 22 ISOC-Mitglieder geantwortet, darunter hauptsächlich Forschungs- und Bildungseinrichtungen (National Research and Education Networks) sowie Behörden (zusammen 50 %). Zur anderen Hälfte der Umfrageteilnehmer gehören vier Hersteller (18 %), zwei Internet-Diensteanbieter (9 %), drei Registries und Netzbetreiber (14 %) sowie zwei nicht genauer bezeichnete Unternehmen (9 Prozent). Bemerkenswert an den Ergebnissen der Studie sind darüber hinaus die große Anzahl der ISOC-Mitglieder, die nicht auf die Umfrage geantwortet haben. Außerdem gehört gut die Hälfte aller Antworter zu regierungsnahen Organisationen, die in den USA zur IPv6-Einführung verpflichtet sind.
Als wichtigen Beweggrund für die IPv6-Einführung in ihren Netzen gaben die Befragten Kundenwünsche an. Außerdem wollen sich die Befragten mit der IPv6-Einführung auf die kommenden Entwicklung des Internets vorbereiten. Allerdings fehlen allen Befragten IPv6-spezifische wirtschaftliche Szenarien – also eine Killerapplikation, die die Verbreitung von IPv6 vorantreibt. Die Einführung und Umstellung verläuft laut der Studie bei vielen Teilnehmen relativ einfach, obwohl viele angeben, dass es noch an IPv6-Fachwissen fehlt. Treibende Kraft bei der Umstellung sind demgegenüber der größere Adressbereich und die einfachere Einrichtung von IPv6. Als größtes Hindernis bei der Umstellung sehen die Befragten die mangelnde IPv6-Unterstützung in Anwendungen. (Reik Kaps)
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