1. Januar 2013 23:44

Re: Internet

Thomas Schäfer schrieb am 1. Januar 2013 23:18

> Zum Monopolismus. Das Problem sehe ich nicht so locker wie Sie.

> Und über "Erfolg" kann man sich auch streiten: 

> Ist "Facebook" erfolgreich? 

> Oder ist RFC821 (SMTP) - die Idee des einheitlichen Emailaustausches
> vielleicht doch nützlicher, obwohl man es nicht nach
> Börsenkapitalisierung bewerten kann.

Natürlich ist Facebook erfolgreich. So erfolgreich, dass der grüne
Fundi in Keil immer gelb vor Galle wird. Eine Mrd Nutzer sprechen da
eine klare Sprache. Nicht erfolgreich waren die VZ-Dinger in
Deutschland.

Facebook und RFC821 sind keine Gegensätze. Facebook nutzt auch RFC821
wie viele andere Standrads auch noch. Aber ich kann Facebook nicht
durch RFC821 ersetzen.

Der Knackpunkt ist ein anderer. Die Amis fordern glasklar, dass
Forschungsergebnisse, die der Bürger mit Steuern bezahlt auch in die
Public Domain gehören. Darum haben wir in Deutschland TCP/IP. Wir
selbst hadern aber mit der Public Domain (und erblöden uns sogar die
Urherberrechtsfreiheit des §5 UrhG für Amtliche Werke noch udch CC
einschränken zu wollen :-) 

Andererseits sind wir neiderfüllt, wenn Firmen wie Facebook, Amazon,
Google, Apple Erfolg haben. Auch mit dem Internet. Diese unsere
Haltung macht uns mittelmäßig. Und mit der CDU als Katalysator des
Verharrens fallen wir immer schneller immer weiter zurück. Merkel
verrottet uns.

Anstatt wie der Provinzler in Kiel darauf zu harren, dass überall in
der Welt der Datenschutz am Deutschen Wesen genesen soll (wie die
Mullahs in Theheran glauben, die Scharia sei global einzuhalten),
sollten wir uns endlich darauf konzentrieren, wenn wir
Monopolmissbrauch befürchten, klare Regeln aufzustellen, statt mit
Neid und Mißgunst Verschwörungstheorie wie im 19. Jahrhundert zu
erfinden wie es in Kiel gemacht wird.

Aber in nationaler und regionaler Kleingeistigkeit werden wir weiter
versagen, statt die zukunft mitzugestalten. OSI hat uns national in
die Irre geführt. Verlorenen Jahre, Die bleierne Zeit von politischen
Dilettanten wie Helmut Kohl, der zu blöd war, Datenautobahnen von
Betonbauwerken aus den 1930ern auseinanderzuhalten.

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