7. Dezember 2012 04:48

Re: Verständnisfrage

Der_Irre_Polterer schrieb am 5. Dezember 2012 14:35
> getede schrieb am 5. Dezember 2012 14:33
> > Du generierst aus dem /56 eben deine /64er Netze. Der Adressraum
> > selbst wird je Netz nicht größer. Du hast eben nur mehr Netze, die du
> > vergeben kannst :)
> Was bei einer Universität hinter dem Anschluss sicher praktisch wäre.
> Bei meinem Router mit seinen 5 Ethernet-Anschlüssen aber reinste
> Verschwendung ist...

Du irrst. Da ich letztens selbst vor einem solchen Problem gestanden 
habe: beim bridging zwischen Ethernet und WLAN kann es Probleme mit
der IPv6 Neighbordiscovery geben- Die verschiedenen Loesungsmoeg-
lichkeiten sind irgendwie alle mehr oder weniger haesslich. Aller-
dings laesst sich das Problem trivial vermeiden, wenn man zwischen
Ethernet und WLAN nicht bridged sondern routet. Das erfordert dann
aber mindestens 2 IPv6-Netze, man kommt also mit einem /64 nicht
mehr aus. Statt nun aber um jedes einzelne Bit bei der Praefix-
laenge zu feilschen kann man es sich (dank hinreichend grossem 
Adrressraum) erlauben, dem Endkunden dann auch gleich "ein bischen
mehr" zu geben. Ein Designziel bei IPv6 war es auch, Netze gross-
zuegig vergeben zu koennen, ohne in Adressknappheit zu kommen.
Man muss nicht mehr um jedes Bit Praefix-Laenge feilschen, und
das ist gut so.

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