1. März 2013 13:58

Das Problem ist nicht der Chef sondern das Geschäftsmodell

Groupon kann nur funktionieren, wenn viele Geschäfte ganz regelmäßig
über das Portal anbieten. Nur dann sinkt der Aufwand für die einzelne
Aktion und es kann richtig Geld verdient werden.
Sehr viele Geschäfte, die regelmäßig viel billiger anbieten und den
Umsatz auch noch mit Groupon teilen, kann es aber nicht geben.
Entweder schummeln die Geschäfte und verkaufen Schrott an dem sie
selbst dann noch verdienen oder sie zahlen drauf und müssen sehr viel
mehr an normale Kunden verkaufen, die das wieder kompensieren. Mit
massenhaften Schnäppchen auf Groupon vergrault man sich aber eher
seine Stammkundschaft. Schnäppchenjäger werden auch nie zu normalen
Kunden wenn regelmäßig weitere Schnäppchen angeboten werden.

Natürlich kann es ein Portal geben, auf dem Schnäppchen und
Sonderangebote veröffentlicht werden wo man Produkte wirklich
ausnahmsweise besonders günstig bekommt. Das kann aber nicht zu einer
Milliardenschweren Aktiengesellschaft ausgebaut werden. Das
Geschäftsmodell trägt nicht.

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