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30. Dezember 2012 21:22

Dieses Selbstverständnis über »Solidarität« - (Editiert vom Verfasser am 30.12.12 um 21:24)

oder anders gesagt: Selbstbedienungsmentalität der
Öffentlich-Rechtlichen. Ich nenne das einfach »abGEZockt« wie von
Wegelagerern, ganz nah im Umfeld von »UnGEZiefer«. 

Das einzige Organ, das ohne konkreten Anlaß Steuern und Abgaben
erheben darf, ist der Staat. Dafür stellt er z.B. eine Infrastruktur
für Verkehr und Kommunikation zur Verfügung. Aber selbst hier sind
enge Grenzen gesetzt: z.B. müßte niemand die Erschließungsgebühren
für vergoldete Straßenlampen bezahlen.

Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk gehört erstens gerade nicht zum
Staat. Zweitens hat er in den letzten 20 Jahren seine Infrastruktur -
sowohl die Anzahl der Sender als auch die Bürokratie - dermaßen
aufgebläht, daß es mal eines Klatsches auf den Hinterkopf der
Intendanten sowie des Rundfunkrates bedarf, um die Damen und Herren
mal auf den Teppich zurückzuholen.

Auf die inzwischen unzähligen Spartenprogramme muß ich nicht näher
eingehen. War es früher ausreichend, sich mit einer Kopie des
Hartz IV-Bescheides von der Rundfunkgebühr zu befreien (oder was 
auch immer zur Befreiung führt), will die GEZ heute das *Original*
sehen. Natürlich geht ein entscheidender Teil der Bescheide bei
der GEZ »verloren«. Was die GEZ natürlich nicht daran hindert, 
bis zur Einsendung eines neuen Bescheides einen Gebührenbescheid 
über die volle Höhe auszustellen. Für ein solches überhebliches 
Gebahren verdient die GEZ nichts anderes als die Bezeichnung
»UnGEZiefer«.

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