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27. November 2012 22:49

JS-Performance wird überschätzt

Mag ja sein, dass das für irgendwelche coolen neuen Browsergames von
Belang ist. Bei den meisten Websites gäbe es genug anderes zu
optimieren. Und je schneller der Browser ist, desto weniger werden
die Entwickler sich Mühe geben. So wird oft jeglicher Zugewinn
aufgefressen.

Und so ganz nebenbei: Firefox verbraucht immer weniger RAM und wird
stetig schneller. Wie kommt es eigentlich, dass wirklich *niemand* in
meinem weiteren IT-affinen Bekanntenkreis diese Erkenntnis subjektiv
teilt? Schön, wenn es tolle objektive Benchmarks gibt, aber nutzt den
Firefox eigentlich auch noch irgendein Mozilla-Angestellter fürs
tägliche Arbeiten? Oder arbeiten die alle mit Chrome und auf dem
Firefox laufen im Hintergrund Benchmarks ;-) ?
Dann würden sie z.B. feststellen, dass 

1) Fast immer morgens, wenn man den Monitor einschaltet und der
Firefox über Nacht im Büro offen war, der Speicherverbrauch teils in
verdächtige Höhen geschossen ist

2) Dass bei hohem Speicherverbrauch auch das Schließen sämtlicher
Tabs inklusive Wechsel des letzten verbliebenen Tabs zu Google keine
Abhilfe schafft?

3) Dass Firefox immer wieder zwischendurch seltsam hängt für einige
Millisekunden ohne Sinn, Verstand oder erkennbares System.

4) Dass selbst das Schließen unzumutbar lange dauert und man 1000x
lieber dem ganze mit dem Totenkopf-Cursor zu Leibe rückt.

5) Dass er bei einem zu schnellen Neustart auch noch nervt mit:
"Firefox is already running".

Tja, dass sind so die Sachen, die glaube ich *jeder* kennt, der das
Dingen täglich nutzt. Ausnahme bestätigen die Regel ;-) Dennoch ist
der Fox natürlich die Referenz und ehe ich bei einem wichtigen
Kaufabschluss im Web plötzlich erlebe, dass die Seite im Chrome nicht
so ganz funktioniert und ich nun nicht weiß, ob meine Kreditkarte
belastet wurde oder eher nicht, leide ich (und wohl die meisten
anderen) still vor sich hin...


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