3. Januar 2013 14:49

Re: Abmahnanwälte

Daniel-Schulz schrieb am 3. Januar 2013 09:27

[..]
> Angeblich verstießen sie gegen das Wettbewerbs-Gesetz. Am Ende
> verlief das im Sande. Das Gericht hätte wahrscheinlich wegen
> fehlendem Wettbewerb und einem eindeutigen einseitigen
> Kosten-Belastungs-Interesse des Anwalts den Fall abgelehnt.

Das ist genau das kafkaeske an unserer Gesetzgebung - unter einem
noch so fadenscheinigen Vorwand wird eine Abmahnung (bzw. eine Serie
von Abmahnungen) geschrieben. Der "Anwalt" (es ist eigentlich kein
echter Anwalt in diesem Falle, denn wirklich vertreten tut er nur
sein eigenens Konto...) geht ein geringes Risiko ein und verdient
sich dumm und dämlich, weil genügend abgemahnte zahlen dürften. Sein
eigenes Risiko beschränkt sich lediglich darauf, den einen oder
anderen Prozeß zu verlieren - wenn es dazu kommt, was er i. d. R.
selbst in der Hand hat.

Solches Verhalten sollte man unter harte Strafen stellen - Haftstrafe
und Entzug der Zulassung wäre das Mindeste!

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