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31. Januar 2013 02:41

Re: Aus aktuellem Anlass: Sexismusdebatte

Selbstzensor schrieb am 31. Januar 2013 00:35

> Bernd Paysan schrieb am 30. Januar 2013 20:00

> > Du verwechselst Täter und Opfer. Warum muss man sich entschuldigen,
> > wenn man wegen haltlosen Anschuldigungen zwei Jahre lang festgesetzt
> > wurde?

> Losgelöst davon, was die Staatsanwaltschaft aus der Anfrage der
> beiden Damen gemacht hat und losgelöst davon, dass die Damen am
> ganzen Geschehen keineswegs unbeteiligt waren (man erinnere sich an
> die Berichte über begeisterte Kurzmitteilungen), war Assange nicht
> grade ein Gentleman. Erstmal beide vögeln ohne ihnen voneinander zu
> erzählen,

Das ist falsch. Frau A hat gewusst, was Assange vorhat:

“He’s not here. He’s planned to have sex with the cashmere girl every
evening, but not made it. Maybe he finally found time yesterday?”

17. August, SMS an einen Freund. Quelle

> http://www.craigmurray.org.uk/archives/2012/09/why-i-am-convinced-that-anna-ardin-is-a-liar/

Wahrscheinlich war sie nicht sonderlich erbaut darüber, und hat
versucht, ihn davon abzuhalten, und stattdessen sie zu vögeln. Und
Frau W hat gewusst, dass Assange normalerweise bei Frau A
übernachtet, die ständig strahlend um ihn herumhüpft. Also, was nun?

> das auch noch ohne Tüte. Dazu muss man schon ein echtes
> Arschloch zum Quadrat sein.

Du weißt, dass die angeblich geplatzte Tüte, die Frau A zu Protokoll
gegeben hat, keine DNA-Spuren von Assange enthalten hat. Ninja-Sex
würde ich das nennen. Das Sperma konnte unerkannt und spurlos aus der
Tüte entkommen. Oder realistischer: Diese Tüte hat definitiv niemand
benutzt.

Die Vernehmung von Frau W ist ohne Aufzeichnung und Frau A war dabei
(gravierender Verstoß gegen die Regeln). Die verhörende Polizistin
ist aktive Feministin und Freundin von Frau A, und der Fall wird ihr
sofort nach dem Aufschreiben der Protokolle entrissen - richtig so.
Das Protokoll wird von Frau W nicht unterzeichnet. Offensichtlich ist
die treibende Kraft hinter der Geschichte Frau A, und Frau W erkennt
während der Vernehmung, welch gravierende Folgen das für Assange
haben wird, und steigt aus. Die Geschichte mit dem ungeschützten
Guten-Morgen-Sex von Frau W kannst du deshalb komplett in die Tonne
kippen.

Die ganze Tüten-Geschichte ist doch von Frau A erfunden worden, um
Assange "zu einem AIDS-Test zu zwingen", was der Rache-Plan war (der
stand ja auch schön breit im Internet, weil Frau A anscheinend nur
solche Beziehungen hat, und deshalb die Rache schon mal
vorausschauend plant. Hallo?). Die Eskalation Richtung
Vergewaltigungsprozess war wahrscheinlich ungeplant. Ohne das
Eingreifen von Marianne Ny wäre auch nicht viel passiert, denn die
Staatsanwaltschaft hat den Deckel über diesen Akten ja ganz schnell
wieder zugemacht.

Es gibt "miese Schweine" bei beiden Geschlechtern. Die Behauptung,
ein Mann sei ein Vergewaltiger, einfach so in den Raum gestellt, ist
heute auch ohne Beweis vernichtend. Das ist durchaus etwas
erreichtes, aber *das darf man dann auch nicht missbrauchen*. Denn
sonst heißt es bald "Ach, wieder eine Frau, die einen Mann vernichten
will, weil die Beziehung zerbrochen ist." Und dann sind die
wirklichen Opfer wieder am Arsch.

Deshalb macht die Staatsanwaltschaft in Schweden den Deckel über
solchen Vorwürfen meistens ganz schnell zu. Weil genau das inzwischen
der weit häufigere Fall ist (AFAIK 90% der Fälle).

> PS: Ich hoffe, "Arschloch zum Quadrat" ist in diesem Fall durch die
> Meinungsfreiheit abgedeckt. ;)

Bestimmt nicht. Guck' dir einfach das Forenhaftungsurteil an, das
Bernhard S. bei der Buske-Show LG Hamburg erwirkt hat ;-). Ich sag'
jetzt nichts weiteres über die zwei, weil sonst muss mich Heise
löschen.

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