13. April 2013 22:03

Re: Bitte den letzten Satz des Artikels erneut lesen.

Rtjure schrieb am 13. April 2013 21:09

> Es geht nicht(hauptsächlich) um die Dsl-Bandbreite. Es geht um das
> Peering zwischen den Providern.

Darum geht es im letzten Abschnitt des Artikels auch nicht. Da geht
es nur um das Peering zwischen einzelnen Nutzern, also die
Performance von Peer-to-Peer-Anwendungen (Filesharing).

Dass einzelne Provider Filesharing-Traffic o. ä. ausbremsen, ist
ärgerlich. Aber es hat nichts damit zu tun, dass sich DSL-Nutzer ganz
allgemein über zu wenig Bandbreite beschweren.

Die Mehrzahl Beschwerden betrifft DSL-Anschlüsse, bei denen die
tatsächliche Bandbreite für alle Dienste (also nicht nur Filesharing)
nicht mit dem Produktnamen (!) übereinstimmt. Beispielsweise erwarten
viele Leute, dass bei "DSL 16000" eine Bandbreite in der
Größenordnung von 16 MBit/s anliegt. Dass diese Leute einen Vertrag
unterschrieben haben, bei dem in Wirklichkeit für das Produkt mit
Namen "DSL 16000" nur irgendwas zwischen 5 und 8 MBit/s garantiert
wird (siehe Leistungsbeschreibungen der großen DSL-Provider), wissen
sie nicht, weil sie einen Vertrag unterschrieben haben, ohne das
Kleingedruckte zu lesen.

Besonders ärgerlich ist es nun auch, dass offenbar auch die BNetzA
nicht in der Lage ist, DSL-Verträge zu lesen. Sonst wüsste sie
nämlich, was genau bei DSL-Produkten wirklich versprochen (im Sinne
von rechtsverbindlich zugesichert) wird und was nur unverbindliche
Bandbreiten-Maximalwerte sind, die nur unter optimalen Bedingungen
erreicht werden. Außerdem wäre den Prüfern nicht entgangen, dass die
meisten DSL-Anbieter sehr wohl konkrete Mindestwerte nennen und diese
in der Regel auch einhalten.

Gruß

mf

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