13. Dezember 2012 17:48

Re: Das hat nichts mit Gewohnheit zu tun...

MentalFloss schrieb am 13. Dezember 2012 16:56

> Centrix schrieb am 13. Dezember 2012 16:15

> > Das es Jackson nicht um "Kunst" geht sieht man doch schon am
> > Aufblähen des Hobbits auf 3 Teile und den späteren
> > Extended-Deluxe-Cut mit 10 Stunden Laufzeit.

> Uuuuuund noch einer, der das Buch zum letzten Mal mit neun Jahren
> gelesen hat und sich nun bestenfalls noch grob an die Seitenzahl
> erinnert.


Falsch.

> "Die Verurteilten" ("The Shawshank Redemption"), einer der
> möglicherweise besten Filme, die je gedreht wurden, ist fast 2 1/2
> Stunden lang - basiert aber auf einer noch nicht einmal hundert
> Seiten langen Geschichte. Warum faselt da eigentlich keiner was von
> "aufgebläht"?

Auch P.K. Dicks "do androids dream of electronic sheep" wurde von
Ridley Scott zu einem tollen Film gemacht...den er wohl heute nicht
mehr zustande bringen würde (siehe Prometheus), für 6 Stunden hätte
es allerdings auch dort nicht gereicht.


> Oder wie ich es immer wieder gern andersherum frage: Wenn das
> "Silmarillion" mit seinen paar hundert Seiten verfilmt wird, kommen
> dann auch die Buchmathematiker, die glauben, es müßte ein
> proportionales Verhältnis von Seitenzahl zu Filmlänge geben, und
> behaupten, es dürften nicht mehr als 120 Minuten Filmzeit dabei
> rausspringen?


Echt? Simarillion? Das ist nicht nur unverfilmbar, das ist sogar
unlesbar ;)
Sorry, nur eine Meinung.

> "Der Hobbit" wäre in einem Film und ohne zusätzliches Material
> praktisch unverfilmbar. Jeder, der das Buch mal wirklich gelesen hat
> (und sich auch noch an die Handlung erinnert), wird das verstehen.
> Die einzige Alternative wäre, 80% der Handlung wegzuschneiden und so
> zu tun als wäre ein Fußmarsch von >1000 km durch Mittelerde eine
> recht ereignislose Geschichte.

1. Der Hobbit war _ein_ Buch.
2. Ein P. Jackson hat daraus (vorerst) geschätzt 6 Stunden gemacht.
Eine Zeit in der viele den Hobbit schon zu 1/3 durchgelesen haben.
3. Er hat das Buch genommen und diverse Tolkien-Quellen mit in den
Film eingefügt, wonach es eigentlich "Tolkiens Reise in die
fabelhafte Welt der Drachen, Zwerge und Zauberer..verfilmt in 48Hz
und voll bunt" heißen müßte.
Also nicht mehr "Der Hobbit" 
4. 1000 Kilometer Reise funktioniert vielleicht nur im Buch aaaaber:
Wie man lange Reisen kurweilig und trotzdem mit "Weitenempfindung"
verfilmt, hat uns David Lean in "Lawrence von Arabien" eindrucksvoll
gezeigt.


> Jetzt mal ganz abgesehen davon, dass sowohl der "Hobbit" als auch der
> "Herr der Ringe" beide grob ein Jahr Realzeit abbilden. Der Hobbit
> tut dies nur Seitenzahl-komprimierter.

Naja, Realzeit hin/her.
Der Hobbit gibt nun wirklich auch inhaltlich nicht so viel wie Hdr
her, auch wenn ich beides mag.
...und Kamerafahrten über Neuseeland sehe ich mir lieber kommentiert
von Richard Attenborough (planet Earth) an, als hochgeschwenkt bei
Blende 22, von laufenden Hobbitfüssen, Kamerakran hoch, Panorama mit
100% Schärfe vom Grashalm vorne, bis gaaanz weit hinten. 

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