21. Dezember 2012 17:46

Re: Das ist sooo wohl nicht ganz richtig. Sinofsky verantwortete Windows wohl ha (Editiert vom Verfasser am 21.12.12 um 17:49)

junix schrieb am 21. Dezember 2012 16:26

> Dann tuts mir leid, das falsch interpretiert zu haben. Steve Jobs hat
> einen ähnlichen Vergleich (nicht zu Sinofsky aber zwischen Balmer und
> Sculley) hergestellt. Deshalb dachte ich es komme aus der Ecke. 

Also erst mal grundsätzlich herzlichen Dank für diese Antwort, die
mir zeigt, daß Deine Eingangsbemerkung kein Trollversuch war. :-)

> Die Beweihräucherung hält sich in Isaacsons Buch übrigens in Grenzen.
> Ich war ursprünglich sehr skeptisch ob ich mir das wirklich antun
> soll, bin dann aber auf der Heimreise von Südafrika über ein
> günstiges Exemplar gestolpert. Meiner Meinung nach zeichnet Isaacson
> ein sehr realistisches Bild der Geschichte mit wenig Beschönigungen.
> Insofern wars schon interessant zu lesen. Und es zeigt eben auch,
> dass Jobs weniger selbst der Techniker/Entwickler/Programmierer war
> sondern es vielmehr verstanden hat, die richtigen Leute um sich zu
> schaaren und das unmögliche aus ihnen herauszuholen.

> Das eigentlich erstaunliche an Jobs scheint mir nach wie vor sein
> Gespür für das was die Leute wollen. Das gepaart mit seinem
> Perfektionismus hat die Geschichte von Apple in den letzten ca. 15
> Jahren geprägt.

Ich nutze zwar _auch_ OS X (neben div. anderen BSen) bin bei der
Auswahl und Nutzung meiner BSe aber ausgesprochen pragmatisch und vor
allen Dingen geradezu allergisch gegen jeglichen Apple-Kult in
schlichtweg jeder Variante.

Und an die Rollenverteilung zw. Jobs und Wozniak kann ich mich selbst
noch ganz gut erinnern; hatte zwar selbst keinen, aber ein guter
Freund hatte einen IIc und mein erster persönlicher Apple-Kontakt
war, wenn ich mich richtig erinnere, der erste Mac bzw. die Lisa ...
Lang ist's her! ;-)

Mit Deinem letzten Absatz triffst Du wohl zu 100% ins Schwarze. Es
ist ja nicht so, daß er während seiner paar Jahre abseits von Apple
Däumchen gedreht oder keinen Erfolg gehabt hätte, ganz im Gegenteil
(=> Pixar, NeXT & Co. lassen grüßen).

Und ich hätte weiß Gott was darum gegeben, zu seinen Lebzeiten mal
ein intensives "Rede- und Präsentations-Praktikum" bei ihm
absolvieren zu dürfen! ;-)

Die WWDCs, die ich gesehen habe, waren durchweg einfach "ganz großes
Kino"! Allerhöchsten Respekt diesbzgl.!

Bzgl. u. a. seiner Paranoia und seinem wohl etwas übertriebenen Haß
auf Alles, was nicht Apple hieß (=> ... Atomkrieg ...), will ich mich
mal gemäß der schon bei den alten Römern üblichen Vorgabe "De mortuis
nil nise bene!" lieber nicht äußern. ;-)

Auf jeden Fall haben Wozniak und Jobs die IT, und nicht nur die,
definitiv verändert! Man muß weiß Gott nicht Alles gut finden, um
dennoch höchsten Respekt vor dieser Leistung zu empfinden.

Die natürlich zum größten Teil nicht wirklich Jobs' originäre
Leistung war bzw. ist, sondern zum weit überwiegenden Teil die all
der anderen Apple-Mitarbeiter; aber wie Du völlig richtig bemerkt
hast, ist eines der Hauptwesensmerkmale eines wirklich guten
Vorgesetzten wohl u. a. die Auswahl der richtigen und
leistungsfähigen Mitarbeiter, die ihren jeweiligen Teil der Arbeit
mindestens so gut bzw. idealerweise deutlich besser als der jeweilige
Vorgesetzte können. Und an diese müssen dann die richtigen Aufgaben
in der richtigen Art und Weise und Menge delegiert werden, um
wirklich Großes entstehen lassen zu können.

Und damit kriegen wir die Kurve zu Ballmer und Sinofsky, denen wohl
Einiges von Jobs abzugehen scheint ... ;-)

Schaunwerma! Langweilig wird es die nächsten Jahre wohl nicht so
schnell werden ...

Gruß, schönes Wochenende und ebensolche Feiertage! :-)

J. L.

Edit: überflüssiges Beiwort gelöscht

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