9. September 2013 08:49

Re: Der Trend zur Totalüberwachung ist unaufhaltbar

Amk: Traurig wie etliche hier nur dämliche dusselige oder geistig
unterbelichtete Kommentare hinterlassen können. Damit ist nicht dein
Thread gemeint...

Du hast vollkommen recht und schön verdeutlich dass es hier um mehr
geht und dies keine Eintagsfliege war oder ist. Dieses schon über
Jahrzehnte sich wie eine Pest ausgebreitet und wie ein Schleier über
unsere Gesellschaft gelegt hat. 

Wie wir es aufhalten können ist eine ebenso berechtigte Frage. 

Ich persönlich bezweifel mittlerweile dass dies noch mit friedlichen
Mitteln möglich sein wird. Dafür schätze ich jene die wieder bereits
die Macht "zurückerlangt" haben als zu prmitiv und ordinär ein. Sie
werden nicht "gewaltlos" aufgeben. Ganz ehrlich glaube ich sogar dass
es nur ginge wenn diese primitiven ordinären gesellschaftlichen
Subjekte unter der Erde liegen und diese vorzeitlich das zeitliche
segnet. 

Das dumme daran ist nur dass wir uns zeitlich auf deren Level
herablassen müssten, was sicherlich nicht einfach wird und auch nicht
ohne Folgen bleiben könnte. 

Ich habe also, mittlerweile, eine sehr negative Einstellung
entwickelt und eigentlich positive Eigenschaften bereits abgelegt
oder mir abgeschmickt, wie man ja auch so schön sagt. Warum liegt
vielleicht daran dass ich es habe so kommen sehen (Zitat von mir im
Netz etwa um 1995/96: "Wenn die Mauer fällt zeigt der Kapitalismus
sein wahres Gesicht, weil dieser es nicht mehr nötig hat besser zu
sein als etwas was es nicht mehr gibt"[gemeint war der Ostblock als
Gegensatz]). Dieses Zitat kam nicht von irgendwo her, sondern beruhte
auf ein Gespräch meines damaligen Chefs mit Dr. Klaus Murmann (ehm.
Arbeitgeberpräsident und Kohl's ex-bester Freund) und dessen Burder
(ehm. Arbeitgeber-Vorsitzerden der CDU ist SH).

Leider bin ich also schon extrem "vorgeschädigt" und dies nicht erst
seit gestern. Von allen Reichen oder Prominenten (Jackson/Sinatra
usw..) für die ich jemals tätig war, hätte ich nur zwei als Menschen
bezeichnen können. Der größte Teil hatte sich bereits von der
Gemeinschaft und unserem Sozialwesen, der Grundlage zur
Menschlichkeit, bereits verabschiedet. Einer davon ist bereits leider
Geschichte und hieß Agnelli.

Mein Vorteil war damals dass ich Handwerker war. Man muss allerdings
schon verdammt viel Glück - Leistung und Fähigkeiten allein reichen
niemals aus - gehabt haben um dann einen solchen Zugang zu bekommen.
Dieses Glück - seitens meines Chef's - hatte ich auch nie vergessen,
auch wenn ich eingestehen muss eine bestimmte Zeit ein wenig
abgehoben zu sein. Das bleibt bei Bezahlungen jenseits der normalen
Schiene auch nicht aus. 

Wie das mit dem Glück aber nun einmal so ist - und auch mit der
Bezahlung - bleibt es nicht ewig erhalten und ändert sich stetig. Was
jedoch erhalten bleibt sind die Erinnerungen und die Erfahrungen.
Deshalb meine negaviten Prognosen hier.

Ich wünsche mir, und auch allen anderen auch, dass ich mich täusche.
Aber mit den Wünschen ist es meist noch schlechter bestellt als mit
dem Glück.


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