2. Januar 2013 03:07

Re: Die Kommentare der Leser klingen ja tlw.wie ein Boykott! Warum eigentlich ni

Links und kurze Zitate sind also ok?

bitte schön

Zitat:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/11/20/siebenhaar-ard-
und-zdf-sind-zu-einem-rundfunkstaat-im-staat-verkommen/

>> Siebenhaar: „ARD und ZDF sind zu einem Rundfunkstaat im Staat
verkommen“

Hans-Peter Siebenhaar ist Redakteur beim Handelsblatt und beobachtet
die Öffentlich-Rechtlichen Sender seit Jahrzehnten intensiv. Seine im
Buch „Die Nimmersatten“ veröffentlichten Recherchen ergeben ein
trauriges Sittenbild der Sender. Man merkt Siebenhaar in dem Buch
jedoch an, dass es ihm nicht um eine billige Niedermache geht; in
gewisser Weise leidet er unter den Zuständen, weil er im Grunde
glaubt, dass man mit weniger Geld und mehr Gesinnung einen besseren
Journalismus machen könnte – einen, den Deutschland auch braucht, und
der nicht ausschließlich am freien Markt nicht zu erreichen ist. Das
Buch ist unterhaltsam geschrieben und liest sich daher gut, bleibt
jedoch immer an den recherchierten Fakten orientiert.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Sie beschreiben die aktuellen
Korruptionsfälle. Waren das Unfälle, oder gehört Korruption zu
System?

Hans-Peter Siebenhaar: Die mangelnde Transparenz schafft die
Grundlage für Bestechung, Untreue, Miss- und Vetternwirtschaft. Das
System der Kontrolle hat versagt. Was wir brauen ist, die
Offenlegungen von Gehältern, Geldflüssen und Beteiligungen. Dazu
gehört beispielsweise die Schaffung eines unabhängigen, mit
richterlichen Kompetenzen ausgestatteten Ombudsmannes. Dadurch hätten
Gebührenzahler und Mitarbeiter der Anstalten einen Ansprechpartner,
um beispielsweise den kriminellen Missbrauch von Gebührengeldern
aufzudecken.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Während die Sender Milliarden für
Fußballrechte ausgeben, deren aufklärerischer Wert fragwürdig ist,
bleibt der Grundauftrag auf der Strecke. Wie ist nach Ihren
Recherchen das Verhältnis von Kommerz und investigativen
journalistischen Programmen?

Hans-Peter Siebenhaar: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk betreibt 22
Fernsehkanäle und 67 Radiosender. 25 000 Festangestellte und
Zehntausende freie Mitarbeiter arbeiten dafür. Und dennoch sind die
Scoops mehr als überschaubar. Die großen investigativen Recherchen
kommen in der Regel aus der Printbranche. Hinzu kommt, dass ARD und
ZDF dem Markt viele hundert Millionen an Werbegeldern entziehen. Die
Öffentlich-Rechtlichen würden sich selbst einen Gefallen, wenn sie
auf Reklame verzichten würden. In Frankreich und Spanien ist das
längst der Fall.<<
Zitat ende

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