27. Dezember 2012 20:34

Re: Die Rechtslage ist ja klar...

iMil schrieb am 27. Dezember 2012 18:35
> die rechtslage ist klar, stimmt.

> der anbieter darf den datenverkehr nicht überprüfen.

Derzeit dürfte der ISP die IP-Adressen nicht speichern, man könnte
also nicht mal den "Störer" ermitteln... Kannst ja die Telekom
verklagen. Die kriegen aber höchstens ein Bußgeld. DU wirst als
Internetcafébetreiber aber trotzdem wegen Raubmordkopierens via
BitTorrent verknackt.

Wenn du dein WLAN öffnest, bist du berechtigt, Firewalls
einzurichten, die z.B. BitTorrent blockieren. Du darfst nur den
Datenverkehr nicht mitschneiden bzw. allgemein irgendwelche Daten
sammeln. Damit hast gleich ein doppeltes Problem: du bist haftbar
dafür was über deinen Anschluss passiert, hast aber keine
Rechtsgrundlage zum Loggen und damit etwaigen Überführen des
tatsächlichen Täters. Gilt natürlich nicht für geschlossene Netze;
wenn keine Fremden einbrechen sollen, braucht man auch nicht deren
Einverständnis, ob ihre Daten geloggt werden dürfen.

Ein besonderes Gschmäckle außerdem, dass falls jemand irgendwie dein
WLAN-Passwort knackt, du dank Störerhaftung dran bist. Aber wenn man
sich SO VIEL Mühe macht, kann man doch auch gleich das WLAN von
Wolfgang Schäuble benutzen um irgendwelche Viren ins Internet zu
schleusen, die Milliardenschäden anrichten...

Anzeige

heise online Themen