22. Dezember 2012 12:02

Re: Digitalisierung ist nicht alles

Hannes1908 schrieb am 22. Dezember 2012 11:38

> Wenn die EU die Filme öffentlich zugängig machen möchte ist das eine
> gute Sache.
> Will sie aber die Original-Kunststofffilme danach vernichten, ist das
> ein fetaler Fehler und zeigt mir, dass die, die so etwas entscheiden,
> keine Ahnung haben von dem was sie entscheiden.


> 3. Alte Filme und Fotonegative, zum Teil 100 Jahre alt, können wir
> immer        noch benutzen. 

Die Studios in Hollywood sind schon lange dazu übergegangen Digitales
Material analog zu archivieren. Am besten sind Farbauszüge mit 3 s/w
Negativen pro farbe.
Es ist sehr schwer digitales Material langfristig zu archivieren und
im Prinzip ist es so als würde man alte Gemälde abfotografieren und
diese dann in den Keller sperren oder wegwerfen weil man glaubt es
sei jetzt archiviert....

ja, die leute die filme digital archivieren wollen haben keine
ahnung, leider. nichts gegen die breite digitale verfügbarmachung.
Für den erhalt von Film kann aber nur eine analoge Sicherung den
längerfristigen Erhalt garantieren.
ausserdem bleibt nur so ein Film ein Film !
das ist ein ganz anderes medium als das digitale (hab jüngst wieder
16mm projektionen gesehen, unglaublich wie satt das zb im vergleich
zu diese dünnen digitalsuppe des neuen james bon war mit den
blockartefakten bei diagonalen und schriften sowie den blassen
videofarben)
wie gesagt: es geht nicht um technische überlegenheit sondern ein
medium ist nur verständlich wenn man es als solches erhält und nicht
wenn man es abdigitalisiert...


Anzeige

heise online Themen