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28. Dezember 2012 09:12

Re: Ein kleiner Tipp an den Autor des Artikels ... (Editiert vom Verfasser am 28.12.12 um 09:26)

Kleiner Tipp an Nebular: Lern Deutsch!

Allerdings lässt die gestrippte Formatierung zu wünschen übrig:
»
Während 
   in Hamburg der Datenschützer-Kongress 29C3 
       unter anderem 
          über freies WLAN 
       diskutiert 
          – morgen wird es zum Beispiel 
            einen Vortrag 
                 von Dr. Reto Mantz 
                 über "Sharing Access 
                     – Risiken beim Betrieb offener (WLAN-)Netze 
                     – Stand gestern, heute und morgen
                 "
            geben
          –
   die Bundesregierung 
       Vorschläge 
           für eine mögliche Haftungsfreistellung 
           für Betreiber von WLAN-Anschlüssen 
       prüft, 
   dem Bundesrat 
       ein Antrag (PDF) 
           der Länder Berlin und Hamburg zur 
           Beschränkung des Haftungsrisikos 
              für Betreiber drahtloser lokaler Netzwerke 
       vorliegt-- 
setzen die Abmahner ihre Tätigkeit fort, 
    Café- und Gaststättenbesitzer sowie sogenannte "Freifunker" 
    auf Basis des Telemedia-Gesetzes (PDF) 
    und einiger Urteile 
abzumahnen.
«

Natürlich behindert das fehlerhafte "--" die Erfassung des Satzes.
Ebenso das fehlplazierte "in Hamburg", weil die strukturelle
Epanalepse fehlt: Wo prüft die Bundesregierung? Wo liegt dem
Bundesrat was vor? Ebenfalls in Hamburg? Ging es primär um Hamburg
und Berlin, oder primär um Datenschützer, Bundestag, Bundesrat und
Abmahner? 
Der Einstieg hätte stilistisch korrekt »der Datenschützerkongress in
Hamburg" lauten müssen. Korrekt ist es außerdem kein
"Datenschützerkongress", sondern
ein "Chaos Communication Congress". [Edit] allerdings hat das Gewicht
auf "Hamburg" durchaus seinen Charme: Die Abmahner, wo sitzen die?
Ebenfalls in Berlin? Jeden anderen interessiert ja nicht, was in
Berlin läuft, außer den Berlinern ;-) Was in Hamburg läuft, könnte
schon interessanter sein. Zumal Hamburg keine Konglomeration von
faktisch Arbeitslosen ist (um mal gezielt nicht "Ghetto" zu
sagen).[/Edit]

Ich stimme Dir allerdings zu, dass diese wunderhübsche Stilblüte sich
vermeiden ließe, wenn man sich durchränge, in "journalistischen"
Texten mehr Tempi zuzulassen als exklusiv den Präsenz. Dann ließe
sich die Gleichzeitigkeit zuverlässig ohne die Hilfskonstruktion mit
dem "während" ausdrücken. Da man andernfalls aber nicht wissen kann,
ob der Präsenz für Hypothetisches, Vorzeitiges, Zukünftiges, was auch
immer, jedenfalls nur für die Totalverblödung des dümmsten
angenommenen Lesers steht ... Außerdem darin: Wenn die Konstruktion
vermeiden half, im Forum vor lauter trivialistischem
Guht-Böhse-Geshitte nichts mehr lesen zu können, war die Konstruktion
(hoffentlich) erfolgreich. not. Also eigentich egal. War wohl mehr
als Geheimbotschaft gedacht ;-)

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