19. Januar 2013 05:28

Re: Einfach die besten Ideen aus Medien nehmen! Hier meine Liste...

horstfx schrieb am 18. Januar 2013 18:52

> Die Variante Atomwaffe auf Oberfläche funktioniert fast immer. 

Nicht unbedingt denn:

> Eine
> B83 zu einem im Erdanflug befindlichen Asteroiden zu bringen ist mit
> 6 Monaten Vorbereitung machbar, 1,2 Megatonnen

Das hört sich erst mal nach viel an allerdings gibt es im Weltall
keine Atmosphäre weshalb der Großteil der Energie im Vakuum verpufft
ohne auf den Asteroiden zu wirken. Deshalb ist man auch von den
mehreren 10 Megatonnen Sprengköpfen weg gegangen (die Zar-Bombe hatte
z.B. 50) da mehr Energie in die Atmosphäre gegangen ist als auf den
Boden gewirkt hat.

Allerdings erhitzt die Atombombe den Asteroiden so dass teile der
Oberfläche verdampfen und dieses wegströmende Gas erzeugt Schub. Tja
und nun ist es abhängig von Größe, Geschwindigkeit, Rotation und
Material ob das ausreicht oder nicht.
Eine Atombombe die in den Asteroid eindringen kann und tiefer
explodiert würde einen größeren Teil aus dem Asteroiden heraus
sprengen und so für eine stärkere Ablenkung sorgen. Bei kleineren
Asteroiden würde der Einschlag ausreichen um ihn komplett zu
zerstören, das wollte ein US General schon einmal machen, es wurde
jedoch davon abgesehen da man einen großen Asteroiden leichter
verfolgen und berechnen kann als viele kleine Bruchstücke.

Weiters sind 6 Monate unter Umständen ein ziemlicher Luxus da es
keine Überwachung des Weltalls gibt - viele Asteroiden und Kometen
werden von Hobbyastronomen entdeckt (und ab dann verfolgt /
berechnet), das Schlimmste Szenario ist: man entdeckt den globalen
Killer spätestens beim Eintritt in die Atmosphäre.

Anzeige

heise online Themen