19. Juli 2013 16:14

Re: Fällt P2P wirklich unter "Surfen"?

Definitiv müsste man wohl dazu neigen, mit Surfen eher das
herumklicken im Web meinen. Es ist auch gebräuchlicher Web-Surfen und
nicht Internet-Surfen zu sagen. Andererseits kann man auch die
Tätigkeit, die gemeinhin als Surfen bekannt ist, auch auf andere
Tätigkeiten im Netz beziehen, wie beispielsweise mittels FTP
unbekannte Verzeichnisse zu durchstöbern.

Mir ist allerdings des öfteren aufgefallen, dass gute Richter, in
meist höheren Instanzen, der Gesamtsituation eine höhere Gewichtung
einräumen, als spitzfindigen Definitionen.

Die Richter sehen hier möglicherweise vorrangig, dass der Umworbene
getäuscht werden könnte, und die tatsächliche und genaue Definition
des "Surfens" nachrangig. Damit spielt es gar keine Rolle mehr,
worauf sich "Surfen" definitiv bezieht.

Es ist für den durchschnittlichen Bürger wohl nicht klar erkennbar,
dass beim Mieten eines solchen Internetzugangs, die Eingrenzung des
versprochenen "Grenzenlos" durch "Surfen" restriktiv wirkt - sie
andere Internet-Dienstleistungen ausschließt.

Worauf die Richter ihr Urteil hier tatsächlich begründen weiß ich
nicht.

Ebenfalls Grüße.

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