13. Dezember 2013 00:12

Re: GladII 1.1.3 wie es funktionieren könnte und warum es geheim ist

Die Zusammenfassung des Testes ist leider dürftig. Grundsätzlich kann
es so nicht sein.

Der oder die Rechner (Client), die die Dateien von den drei Server
heruntergeladen haben, müssen in einem anderen Netz stehen, als der
Überwachungsrechner.

Um zu diesem Ergebnis zu kommen, müsste der Überwachungsrechner / der
Überwacher

1. den Traffic zwischen allen Client und den Servern auf sich
umgelenkt haben. D.h. alle IP Paket zum Server gehen über den
Überwachungsrechner. Wenig Wahrscheinlich. Außer itGuard arbeite
nebenbei für die NSA oder die T-Kom arbeitet mit itGuard zusammen..

2. sämtlich Anfragen der Clients (eines Netzes) auf sich ziehen, z.B.
als Zwangsproxy. Dazu wäre ein rechtswidriger Einbruch in das Netz
der T-Kom erforderlich.

3. die Chronik der Clients abgefragt; was einen rechtswidrigen
Einbruch in den Client darstellt.

4. das Server-Log abfragen, was nur in Kooperation mit den Servern
oder über einen rechtswidrigen Eingriff in den Server möglich wäre.
D.h. RedTube arbeitet mit itGuard zusammen und die Inhalte werden
bewusst vom Urheber und RedTube geduldet und nicht entfernt.

5. auf den Seiten des Servern ein externes Objekt (1 Pixel GIF,
externes Werbebanner) einbetten, dass z.B. auf dem
Überwachungsrechner liegt. Hier könnte dann legal das Log ausgewertet
werden. In diesem Fall würden zwar die Uhrzeiten und IP-Adressen
stimmen, der Abruf des Objektes könnte ohne Starten des Streams
erfolgen. Somit wäre nichts bewiesen. Allerdings wäre dann itGuard
und RedTube Geschäftspartner und beide hätten das Bereitstellen der
Videos geduldet (mit dem Ziel der Abmahnung).

Auch wenn der Pornomarkt unter Preisverfall leidet, glaube ich nicht,
dass die Produzenten ihre Kunden derart verprellen wollen.

Die Menge der Zugriffe auf diese paar Pornos ist unrealistisch hoch.
Der Verdacht, dass hier Lizenzrechte an Pornos erworben wurde, um mit
Abmahnungen Geld zu verdienen scheint mir nicht ganz von der Hand zu
weisen zu sein. Mit den Filmchen wäre niemals so viel Geld verdient
worden, wie durch diese Abmahnwelle.

Normalerweise lassen sich RA im Voraus bezahlen. Glaubt man
moneyhouse.ch hat The Archive AG (Kapital 100.000 CHF) nicht genug
Geld eine solche Abmahnwelle zu vorzufinanzieren. Es dürfte daher
eine sehr kreative Vereinbarung zwischen den RA, itGuard und der
Archive AG geben.

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