30. März 2012 19:37

Re: Grauenhafte Diskussionskultur (Editiert vom Verfasser am 30.03.12 um 19:40)

Michael9 schrieb am 30. März 2012 18:12

> Wieso muss er das? Das ist doch wieder Polemik.

> Nach der "Safe Heaven Regelung" machen das andere. Die finden
> das raus (wie bei Youtube) und sagen das dem ISP.

Tut mir leid, von einer Safe Haven Regelung habe ich in diesem
Zusammenhang noch nie gehört. 

> Wenn ich meine aktuelle dynamische IP-Anschaue steht da
> irgendwas von t-online.vsdl.dialin.de.

> Somit weiß ich doch schon mal dass dies T-Online ist. T-Online
> kann die Anschlüsse intern IP6 Adresse zuweisen und sie auf
> IP4 mappen. Dann wissen sie GENAU welcher Anschluß das war.

Nun ja, das ist ... elementar .... und mir bekannt.   

> Dazu ist keinerlei Inhaltsüberwachung notwendig.

Wie es aussieht ist das zumindest im französischen Fall nicht
korrekt. Die engl. Wikipedia sagt unter 

> http://http://en.wikipedia.org/wiki/HADOPI_law#Enforcement

"On receipt of a complaint from a copyright holder or representative,
HADOPI may initiate a 'three-strike' procedure:

    (1) An email message is sent to the offending internet access
subscriber, derived from the IP address involved in the claim. The
email specifies the time of the claim but neither the object of the
claim nor the identity of the claimant.

The ISP is then required to monitor the subject internet connection.
In addition, the internet access subscriber is invited to install a
filter on his internet connection."

Wenn das korrekt ist, dann muß der Rechteinhaber dem ISP einen nicht
weiter zu beweisenden "Anfangsverdacht" liefern. Der ISP muß dann den
Anschluß überwachen und der Anschlußinhaber wird "eingeladen" sich
auf seinem eigenen Rechner selbst zu überwachen. Ohne
Inhaltsüberwachung ist was anderes, oder? An die
Missbrauchsmöglichkeiten einer solchen Infrastruktur möchte ich nicht
mal denken. Läßt dich das völlig unbesorgt?

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