28. Juni 2013 20:09

Re: Hahaha: Ich mag den Kommentar und seine Intention [++]

Hallo Seigneur,

> Wer die Kacheln nicht mag, kann mit einem Klick auf dem Desktop sein.
> Doch dieser eine Klick ist denen schon zuviel. Sancta Simplicitas!

Stimmt schon, mit einem Klick. Nur: Dieser Wechsel wäre gar nicht
notwendig gewesen. In der Vergangenheit hat Microsoft entweder nur
minimale Änderungen am Benutzungsablauf gemacht oder einen
Kompatibilitätsmodus eingebaut. Windows 7 kann ich z.B. immer noch in
der "Classic"-Darstellung betreiben (nicht das ich die mag). Es wäre
auch ein leichtes gewesen, den in der Windows-8-Vorabversion
enthaltenen Registryeintrag nicht stillzulegen, sondern einen
Einstellungsdialog anzubieten, der es dem Benutzer erlaubt
festzulegen, ob er in den Desktop booten möchte oder nicht.

Zum Startmenü: Ich habe letzens mal mit dem Windows Server 2012 (der
ja auf Windows 8 basiert) zu tun gehabt. Das erste, was ich gemacht
habe war, eine Symbolleiste auf den Startmenüeintrag zu legen, damit
ich einfach an Kommandozeile etc. drankomme. Die ganzen
Startmenüclones sind zwar für Otto-Normalverbraucher eine Lösung,
aber im regulierten Umfeld halt nicht. Ich sage nicht, dass eine
Verquickung von Mobil-OS und Desktop-OS eine schlechte Sache sein
muss. Aber man sollte dem Benutzer halt die Wahl lassen. Das hat
Microsoft nicht getan. Dass sich Benutzer, welche sich nicht
umstellen können oder wollen dagegen beschweren, ist aus meiner Sicht
verständlich. Kürzlich hat es einen ziemlichen Aufschrei gegeben als
die Telekom angekündigt hat, Powerusern den DSL-Zugang drosseln zu
wollen. Im Bereich Internetzugang gibt es Alternativen (z.B. 1&1,
Vodafone, Kabel Deutschland). Bei Betriebssystemen hat Microsoft aber
ein ziemliches Monopol. Und auch wenn man privat auf Linux oder C64
umsteigen könnte, so ist das in Firmen nicht möglich. Dort muss man
halt mit dem arbeiten was auf dem Rechner installiert ist.

Beste Grüße,

Martin

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