18. Januar 2013 05:17

Re: Hier ist die Möglichkeit zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit den Thes

_Balou_ schrieb am 17. Januar 2013 12:42

> Ich würde gern mal ergebnisoffen diskutieren, aber das fällt leider
> vielen schwer.
> Die Printmedien und der heutige ÖR (mit Grundversorgungauftrag) haben
> völlig andere Strukturen. Beides hat Vor- und Nachteile. Das Internet
> (bzw. das was die meisten heute für das Internet halten... google,
> facebook, etc.) hat wieder andere Strukturen...das frühere Internet
> war auch anders.

> Das Ziel muss doch sein:
> Kontrolle der Politik durch Öffentlichkeit und Meinungsfreiheit!

> Also das Recht eines jeden, “sich aus allgemein zugänglichen Quellen
> ungehindert zu unterrichten” und “seine Meinung in Wort, Schrift und
> Bild frei zu äußern und zu verbreiten.” = Zitat aus dem Link.

> Wie man den ÖR dazu künftig besser nutzen kann (ob mit Einbindung des
> Internets oder nicht) sollte man diskutieren. Dazu bietet sich dieses
> Projekt an.

Dazu kann ich z.B. sagen, daß ich, und Personen, die ähnlich wie ich
strukturiert sind, den ÖR zu den in dem GG-Zitat angegebenen Zwecken
ÜBERHAUPT NICHT verwenden können. Für mich finden diese Dinge nämlich
textorientiert statt. Auf Videogeraffel lege ich keinen Wert, das
rauscht vorbei und ich muß es so vorbeirauschen lassen, wie es
daherkommt. In einer Tagesschau kann ich nicht mich nicht
interessierende Meldungen überblättern und die mich interessierenden
mit besonderer Intensität wahrnehmen. Wenn man also schon mit dem
obigen Recht eines jeden, "sich..." daherkommt, dann muß man auch
einem jeden zugestehen, dieses Recht so wahrzunehmen, wie es seinen
persönlichen Präferenzen, angefangen mit seinen präferierten
Aufnahmekanälen (Psychologen erzählen, es gäbe mehr auditiv oder mehr
visuell, mehr sprachlich oder mehr bildlich orientierte
Persönlichkeiten) entspricht. Aktuell muß ich monatlich 20€ für das
Drecksfernsehen rauschmeißen (für "Demokratieabgabe" und
wohnungsgebundenen Kabelanschluß), das ist z.B. ein halbes Abonnement
einer überregionalen Tageszeitung, in das ich dieses Geld folglich
nicht mehr investieren kann. Und über diesen Zustand bin ich
einigermaßen sauer  und verspüre dementsprechend wenig Lust auf
"ergebnisoffene Diskussionen". Die ändern nämlich auch nichts daran,
daß ich eine Zwangsgrundversorgung mit Scheiße nicht bestellt habe.

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