13. November 2012 11:14

Re: Ich habe Windows auf ARM migriert

jtsn schrieb am 13. November 2012 10:38

> Das war mal. ISA ist tot.

*seufz* Natürlich nimmt man heute nicht mehr ISA, sondern PCI bzw.
PCIe. Das Prinzip ist aber dasselbe. Meine Graka konnte ich recht
frei wählen, die steckt im PCIe, und meine Soundkarte ebenfalls.

> Ja, so bis zu den Zeiten des 486 etwa. Danach war's damit vorbei.

Bitte? Das habe ich 2001 gemacht, als ich meinen Athlonrechner
aufgebaut habe, und 2010, als ich meinen Phenom2-x6 aufgebaut habe.

> Wenn Du aus Komponenten einen PC zusammengestellt hast, bist dessen
> Du Hersteller.

Du kannst aber kein Tablet aus Komponenten zusammenstellen.

> Einheitsmainboards, wo alles
> wichtige draufgelötet ist. Zwei CPU-Hersteller, zwei GPU-Hersteller,
> zwei Festplattenhersteller, fertig aus.

Und selbst da gibt's die Auswahl zwischen zig verschiedenen Modellen.

> Daß es bei Android/ARM keinen florierenden Systembuilder-Markt gibt,
> liegt daran, daß sich Fertigsysteme unglaublich preisgünstig
> produzieren lassen.

Es liegt daran, daß man nicht mal eben was zusammenstecken kann. Wo
sind denn die gesockelten Mainboards dafür, und was für ein Bussystem
vergleichbar zu PCI willste nehmen? Es gibt nichts!

Ganz zu schweigen davon, daß ich auf einem PC einfach Windows
draufknallen kann, oder für Randgruppen auch Linux. Android darfste
erstmal frickeln, was man als Endkunde nicht kann.

Beim PC kriegste als Endkunde die Möglichkeit, zu konfigurieren,
umzubauen, erweitern - es funktioniert eben. Genau das ging bei den
Homecomputern nie, und deswegen war die Software auch sehr oft total
unsauber geschrieben. Was im Gegenzug die Kunden abschreckte, neue
Hardware zu kaufen. Wenn Spiele, die für einen 68k geschrieben waren,
nichtmal dann liefen, wenn man den Takt von 8 auf 16MHz erhöhte, vom
Umbau auf nen 030 zu schweigen, dann war das eben letztlich eine
Sackgasse. Deswegen hat der PC das Rennen gemacht.

Anzeige

heise online Themen