18. Februar 2013 04:36

Re: Jemand neidisch oder unzufrieden? Wo ist das Problem?

Alois Schwarzer schrieb am 18. Februar 2013 00:48

> WiLMaI schrieb am 17. Februar 2013 21:16

> > Die Firma macht nur dass, was jede andere Person (egal ob natürlicher
> > oder juristischer Natur) auch machen würde.
> Ich weiß von einem Geschäftsführer, der als erstes angefangen hat,
> das steueroptimierte Firmengeflecht, das Juristen und BWLer über
> Jahre hinweg nur zur Steuervermeidung geschaffen hatten, wieder
> abzubauen. Es hat niemand nämlich mehr richtig durchgeblickt.

Also der Chef hat nicht mehr durchgeblickt, weil viele es nicht mögen
das andere was machen wovon man nichts versteht zahlt man lieber mehr
Steuern und versteht jedenfalls was im Unternehmen gemacht wird. 
An sich löblich, wenn man seinen Mitarbeitern nicht vertraut bzw
seinem Steuerberater. Was das mit BWL und Rechtsanwalt zu tun hat
verstehe ich nicht.
Rechtsanwälte sind keine Steuerberater. Vor allem sind das keine
Wirtschaftsprüfer. Vor allem wenn es in internationale
Rechnungslegung geht sind deutsche Rechtsanwälte die sich auf HGB und
STB spezialisiert haben eh nicht mehr zu gebrauchen. Meistens auch in
den normalen Fällen ohne IFRS auch net. BWL'ler ebenfalls nicht auch
wenn diese Steuerrecht haben.
Das macht die aber nicht zu Steuerprofis. In dem deutschen System
kann das keiner mehr werden. Es ist einfach zu viel. Aber ich bin es
in Heise gewöhnt das man immer auf BWL'ler und Rechtsanwälte
draufhat, obwohl diese nichts getan haben.

> Die
> deutsche Wirtschaft besteht zum Glück nicht nur aus solchen
> riesengroßen Aktiengesellschaften, die sich als "Person" gesehen
> meist wie Psychopathen verhalten.

Die Amerianische auch nicht. Da sind nur die wenigsten Unternehmen
solche Schwergewichte. Nur sind diese so extrem Groß das man immer
denkt das es nur Multinationale Unternehmen gibt dessen Bilanzsumme
mindestens 100 Mrd beträgt. 
Die meisten der Dax Unternehmen sind auch Schwergewichte. Vor allem
T-Com, Siemens, VW, Daimler, BMW, etc pp . Diese haben auch schon mal
ihre Körperschaftssteuer zurück erhalten. Die Gewerbesteuer ist nicht
davon betroffen. Aber manche hatten am Ende ein Steuerplus. Heißt die
Unternehmen haben mehr Steuern zurückbekommen als sie im Jahr gezahlt
haben. 
Liegt aber mehr daran das man Verlustevorträge angerechnet hat und
die Körpersteuer vorrauszahlung das Jahr davor viel höher waren. 
Wenn das Vorjahr stark war wird die meistens eine neue pauschale
Abgabe der Steuern berechnet.Sollte dann ein schwaches Jahr kommen
kriegt man die zuviel gezahlten Steuern zurück. Dann kommen natürlich
weiter Details dazu. 
Aber um das zu erklären mit einem Beispiel brauche ich schon ein paar
Seiten.
Weil das leider extrem schwer ist vor allem wenn man bedenkt das
Konzerne erstmal konsolidiert werden müssen und ich nicht sagen in
welchem Unternehmen die meistens Aufwendungen genutzt wurden um die
Steuerlast zu drücken. 

Darum wählt das auch kaum einer im BWL-Studium. 
Noten liegen da meistens zwischen 3,3 und 5. 

> Egoisten zeichnen sich übrigens unter anderem dadurch aus, dass sie
> meinen, alle anderen klugen Menschen wären genauso egoistisch. Sie
> umgeben sich auch überdurchschnittlich oft mit anderen Egoisten. Das
> Problem liegt also wahrscheinlich mehr bei dir als bei den Leuten die
> solche Firmen kritisieren.


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