13. Dezember 2012 03:13

Re: KO-Frage

> Eine ganz ähnliche KO-Frage gibt es doch im Zusammenhang mit Gott:
> "Who or what created the creator?" Einzige Antwort aus der Welt der
> Gläubigen ist dann immer: "Diese Frage ist nicht zulässig."

Hm, wie viele hast du denn gefragt? ;)
Wie wäre es z.B. mit:
"Gott unterliegt in keiner Weise irgendwelchen
Einschränkung/Gesetzen, die uns durch die Beobachtung dieses
Universums plausibel erscheinen" (Also z.B. in Bezug auf Zeit,
Materie, (Nicht)existenz, Ursache, Wirkung...)
Das ist ja keine besonders abenteuerliche Forderung wenn man davon
ausgeht, dass Gott das Universum erdacht und gemacht hat und (daher)
kein Teil des Universums ist.
Zugegeben, die Frage wird dadurch, in einem logischen Sinne,
unzulässig, weil sich gar nicht prüfen lässt ob Gott einen Ursprung
hat/braucht.

Je nach dem von welchem Gott du ausgehst, könnte man weiter
argumentieren, dass es sogar so sein muss: Die Bibel beschreibt Gott
als unergründbar. Sollte das zutreffen, spielt es eigentlich keine
Rolle ob unser Verstand oder die Physik/das Universum der
limitierende Faktor sind.

Vorsichtig ausgedrückt finde ich das nicht unplausibler als "wir
leben vermutlich in einer Matrix"

Im Grunde genommen sagt ja der erkenntnistheoretische Materialismus
nur aus, dass man über Gott mit naturwissenschaftlichen Mitteln keine
Erkenntnisse gewinnen kann.

An entsprechende Fragestellungen wird aber in der Regel so
herangegangen als wäre das gleichbedeutend mit "es gibt nichts
übernatürliches (bzw. nicht-materielles, bzw. nicht-entdeckbares)"

Wobei es mir dann manchmal scheint, als würde dann ein fiktiver
Ersatz geschaffen, der zwar nicht Gott heißt, aber sich ebenfalls
einer endgültigen Ergründung / eines Beweises entzieht, und die
Herkunftsfrage meist auch nicht beantwortet sondern nur noch viel
weiter in die Ferne schiebt. Ob das nun simulierte Matrices oder
Branes sind, durch deren Kollision unser Universum als eines unter
unendlich vielen entstanden sein könnte.

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