26. März 2013 01:59

Re: Krieg soll mit maximaler Eigengefährdung geführt werden...

wizard m schrieb am 25. März 2013 21:42

> Drohnen sind die angemessene Antwort auf asymmetrische Kriegsführung.

Das sehe ich anders. Ich hab persönlich nichts gegen Drohnen. Ich
sehe sie stumpf als Waffenplattformen, die Bewaffnungen egal welcher
Art in ein Zielgebiet schleppen und dann dort durch den Befehl eines
Menschen abfeuern oder auch nicht.

Aber ich sehe eine Drohne nicht als Antwort auf die asymetrische
Kriegsführung. Das Problem bei der Asymetrie ist doch eher: Warum
kämpft mein Gegner asymetrisch? Klar kann ich mit einer Reaper einen
einzelnen Kämpfer aus einem Haus rausbomben. Nur hilft mir das dann
wirklich die Bevölkerung für mich zu gewinnen, wenn ich dadurch mal
wieder 4 Kinder und 2 Frauen zerbombt habe? Jaja, hätten sie nicht da
drin sein dürfen. So einfach ist es aber leider nicht. Nehmen wir mal
den Herrn von Dach. Der hat irgendwann mal festgestellt, dass die
Schweiz einem regulären Angriff nicht lange stand halten kann und
somit die Bevölkerung zur asymetrischen Kriegsführung aufgefordert
ist. Ist das nun verwerflich, wenn ich als kleiner Staat mit wenigen
Mittel versuche mich zur Wehr zu setzen? War der Untergrund im
dritten Reich verwerflich? Klar, aus Sicht der Nazis schon. Aus
heutiger Sicht haben sie genau das Richtige gemacht. Asymetrie. Also
von daher ist es meiner Meinung nach nicht ganz so einfach. Der
passende Weg wäre eher die Ursachen zu ergründen und zu bekämpfen.

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