16. November 2012 23:44

Re: Quellenlage für das Ohrfeigen-Zitat?

Edna Krabappel schrieb am 16. November 2012 17:12

> Joachim Durchholz schrieb am 16. November 2012 16:58

> > Edna Krabappel schrieb am 16. November 2012 16:52
> > 
> > > OK, das ist eine zweite Quelle, Danke.
> > > 
> > > Damit bleibt aber immer noch das kein Zitat der "MI", sondern eben
> > > eines Anwalts.
> > 
> > Solang die MI sich nicht davon distanziert, darf sie sich das gern
> > zurechnen lassen.

> Aha. Also rechnen wir dann den Urheberrechts-Gegnern auch mal
> pauschal die hier üblichen Gewaltphantasien-Beiträge zu, in denen von
> "Kopfschüssen", "hoffentlich hat der eine gute Krankenversicherung",
> ... gefaselt wird.

Der Anwalt wurde von der MI bezahlt und ist weisungsgebunden.
Die Forenteilnehmer nicht.

> > Immerhin agiert der Anwalt vor Gericht mit
> > Zustimmung und Billigung der MI, ich kann da keinen Unterschied zu,
> > sagen wir, einem Pressesprecher erkennen.

> Ein Pressesprecher gibt autorisierte Statments von sich, das ist wohl
> schon ein Unterschied zu einem Anwalt, der selber nicht Angestellter
> der Medienindustrie, sondern nur von der mit einer Rechtsvertretung
> beauftragt ist.

Eben. Er ist beauftragt.

> > NACHTRAG: Auch den folgenden Passus fand ich pikant:
> > 
> > > Der vorsitzende Richter wies darauf hin, dass Kinder zwischen 7 und 18 Jahren
> > > ja immerhin schon beschränkt deliktsfähig seien, sodass die Aufsichtspflichten
> > > der Eltern entsprechend zu reduzieren sein könnten.
> > > 
> > > Dr. Büttner erklärte hierzu, der Paragraph der die Deliktsfähigkeit regele,
> > > passe nicht mehr in die heutige Zeit.
> > 
> > Soso. Wenn also das Gesetz nicht seiner Meinung ist, passt es nicht
> > in die heutige Zeit... sehr bemerkenswert, diese Sichtweise.

> Soetwas ist vor Gericht nun wirklich üblich.

Tja. Es hat wohl seinen Grund, dass Anwälte in Amiland als der letzte
Dreck gelten; offenbar sind diese Sitten auch in Deutschland
eingezogen (oder waren schon immer da).

> Wüdrdest Du etwa von
> einem Anwalt, der einen Filesharer verteidigt, umgekehrt nicht
> dasselbe erwarten?!

Eigentlich nicht. Das ist eine reine Meinungsäußerung ohne Bezug zu
dem, was vor Gericht eigentlich zu geschehen hat, nämlich die
Auslegung geltenden Rechts.

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