26. Januar 2013 15:29

Re: Schade, dass der Richter kein Wort darüber verloren hat, ...

Bartträger schrieb am 25. Januar 2013 22:05

> > Dann lassen wir es einfach im "unkoscheren" bis sich was findet?
> > So funktioniert das auch nicht.
> Nur weil dir die Lösung nicht gefällt, willst du sie nicht sehen.

Ich bezweifle das "Rache "eine tragfähige gesellschaftliche 
Option des Diskurses ist. Wer keine andere Option "sehen will"
muss wohl das potentiell simpelste Nutzen, keine Frage.

> macht den Unterschied zwischen einer freien und einer unfreien
> Gesellschaft, wenn demonstriert werden darf. Das hat das
> Verfassungsgericht ganz richtig entschieden.

Die Castor-Demonstrationen waren häufig unangemeldet und
einige Richter haben sehr wohl eine Schadensersatzpflicht
in der aggressiven Form der Störung der Verkehrssicherheit
bejaht. Die Atomkraft-Freunde haben sich über die lahme
Gegenopposition jedes Wochende bei einem Schluck teuren
Schampus scheckig gelacht.

Sogar die Kosten für die "Rache" wurden der Allgemeinheit
aufgelastet. Noch besser kann es "politisch" gar nicht laufen.

> Richtig, so lange nichts zu Bruch geht und die Standards eingehalten
> werden, sollte jeder so demonstrieren dürfen, wie er es gut findet.
> Natürlich muss die Gegenseite es auch ein bisschen spüren, sonst
> hilft die ganz Demonstriererei nichts.

Das ist eine pure Illusion. Das Management erreichen solchen Themen
bei einer globalen Firma in der Regel nicht. Es nervt die Admins
ein, zwei Tage und dann rollt der Zug wieder. Ein "Blip" in
einem sonst perfekten Diagramm. Das wars.

Die eingebildete Hoffnungslosigkeit verhindert die Beschäftigung
mit Alternativen. Die Foodwatch etwa hat es sehr wohl dazu geführt
dass etwa die Food-Industrie als ganzen als Lügnerfirmen 
abgestempelt sind und viele Produkte vom Markt genommen wurden.
Das sind nachweisliche Erfolge. Verarschung funktioniert immer
weniger.

Was hat sich genau bei diesen großen Firmen durch diese Aktionen
geändert? Gar nichts. Man könnte fast meinen dass gewisse Personen
"diese" Leute einsammeln und ihre Kräfte in sinnlosen Aktionen
bündeln. So kann man die "Opposition" simpelst ausmanövrieren.


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