6. Dezember 2012 02:53

Re: Triumph der Kernenergie (Editiert vom Verfasser am 06.12.12 um 02:58)

Edna Krabappel schrieb am 5. Dezember 2012 22:39

> Olaf Klischat schrieb am 5. Dezember 2012 22:03

> > Edna Krabappel schrieb am 5. Dezember 2012 08:02
> > 
> > > Davon Nuklearenergie durch Kettenreaktion
> > 
> > Fusion ist keine Kettenreation...

> Wo schreibe ich das? Das habe ich dazugeschrieben, damit nicht irgend
> ein Klugscheißer mit den Zerfällen in der Erde als Beitrag der
> Erdwärme kommt und behauptet es gäbe hier ja doch natürliche
> Kernenergie. Nunja ... einer kommt immer ;)

> Du kannst Dir bei physikalischen Themen schon sicher sein, dass ich
> weiß wovon ich rede.

Schön, dann war dein Einwand mit dem "Fusionsreaktor in 8
Lichtminuten Entfernung" aber etwas verwirrend. Das klang dann doch
irgendwie danach, als wolltest du Fusionsreaktoren auf der Erde aus
Prinzip ablehnen.


> > > auf der Erde zu erzeugen
> > > hat die Natur allerdings Abstand genommen.
> > 
> > Genau wie vom Rad,

> Wenn Du Dir mal anguckst, wohin die Entwicklung bei den Robotern geht
> und was für aufwendige Straßen- und Schienennetze wir für unsere
> Räder brauchen, war das wohl auch eher ein Zwischenschritt.

Bestimmt kein Zwischenschritt auf dem Weg zu Autos mit sechs Beinen.
Fahrzeuge mit Rädern sind bei der Energieeffizienz jedem Viech
überlegen. Da lohnen sich sogar Schienennetze. Sicherlich sind
biologische Organismen beim Extrahieren und Speichern von Energie aus
Nahrung wesentlich besser, aber selbst wenn man das eines Tages
nachgemacht bekommt, wird man für Langstreckentransport auf halbwegs
erschlossenem Gelände immer noch keine Beine anbauen.


> > elektrischem Licht

> Auch bei den Leuchtmitteln macht uns die Natur noch so einiges vor.

Bei Leuchtmitteln? Mir fällt jetzt aus dem Stegreif kein Tier mit
eingebautem Suchscheinwerfer ein, abgesehen von irgendwelchen
Tiefseefischen mit Biolumineszenz.

> Unsere Glühbirnen waren nun wirklich bezüglich Wirkungsgrad und
> Lebensdauer mittlere Katastrophen.

> > oder Halbleitergehirnen.

> Das wir da mit der Natur mithalten könnten meinst Du als Witz, oder?

Na, bei bestimmten Aufgaben übertreffen Computer das Hirn sogar bei
weitem. Sonst würden wir's ja nicht machen. :-P Zugegeben, das könnte
daran liegen, dass
"Kampfrechnen" die längste Zeit keinen evolutionären Vorteil brachte.

Ich glaube auch nicht, dass man, um ein echtes Gehirn nachzuahmen,
unbedingt Kohlenstoff verwenden oder gar ganze "Nervenzellen"
nachbauen muss.


> > Eigentlich war ja schon der Faustkeil eine Anmaßung an der Natur.

> So gut wie alle unserer Entwicklungen sind, verglichen mit dem was
> die Natur hervorgebracht hat, so primitiv, dass sie tatsächlich gegen
> diese nicht weit vom Faustkeil entfernt sind, auch wenn wir noch so
> stolz darauf sind.

> Glücklicherweise sind die meisten davon harmlos und von daher als
> Zwischenschritt schon ganz OK. Das gilt leider nicht für das
> Herumspielen mit der Kernenergie. 

"Herumspielen" nicht, aber kategorisch ablehnen und auch Forschung
und Entwicklung in dem Bereich einstellen bringt wohl auch nichts.
Und ist eh weltweit kaum durchsetzbar.

Anzeige

heise online Themen