11. November 2012 06:00

Re: VR und 3D Drucken


> > OLED z.B. schlägt LCD in fast allen Bereichen (...)

> Ich bin da eher Pragmatiker und bin mittlerweile von OLED etwas
> "enttäuscht". Ich kenne die technischen Unterschiede und die daraus
> resultierende Vorteile von OLED sind mir auch bewusst. Aber in der
> Praxis sind die LCDs auch wirklih gut geworden, so dass man da nicht
> unbedingt sehnlichst auf was besseres wartet. Bei Handys ist es ja
> wohl sogar eher so, dass sich zum einen der niedrige Stromverbrauch
> doch nicht so auswirkt (alles in einem Negativ-Modus anzusehen, also

Seit ich von OLED weiss und das angekündigt wurde, vor vielen Jahren,
war ich begeistert davon und von der sauberen direkten Art, halt so
wie LED Beleuchtung besser ist als Leuchtstoffröhren und
Edison-Glühbirnen.

Das ist halt wie Diesel: Nur mit endlosen Krücken und High-tech ist
es überhaupt brauchbar (so dass vor geraumer Zeit Diesel Autos viel
zu ineffizient waren). 
Aber klar, die deutsche Autoindustrie hat da sehr viel darin
investiert und verkauft das deshalb ganz enthusiastisch. Das Diesel
unverhältnismässig billig ist, im Vergleich zu Benzin (höhere
Energiedichte, aber nicht soviel teurer), das ist ein anderes Detail.
Finde interessant, wie die Regierung da Diesel schützt, während es
Benzin bestraft, aber das ist wohl weil die Automobilindustrie da
massiv Lobbyarbeit betreibt. 

> weißer Text auf schwarzem grund halte ich auch nicht für die optimale
> Lösung), und dass sie bezüglich helligkeit auch meist hinter LCD
> zurückhängen, weshalb man sie nicht so gut in der Sonne ablesen kann.
> Wobei zugegebnermaßen beides für VR egal ist. Die Sony

Was? Reden wir vom gleichen? Ich hatte Jahrelang LCD handies und
Monitore und OLED (mindestens mein Samsung Galaxy Note) schlägt LCD
in Helligkeit. Oder kannst du dein LCD Handy in praller direkter
Sonneneinstrahlung am Mittag ablesen? Mein OLED schafft das. 
Der uralte Traum vom Laptop am Strand war ja immer so was bescheurt
unrealistisch, da kein LCD das schafft und einfach zu blass wird. Mit
OLED geht das. OLED ist meistens auch in der Nacht viel zu hell, so
dass es fast in den Augen wehtut, ich brauche da ne spezielle App die
das runterdimmt. 

> HMZ-Videobrille nutzt übrigens OLED-Displays, und die Bildqualität
> soll auch wirklich toll sein.

> > > Hast Du wirklich nichts vom Oculus Rift mitbekommen? Für das braucht
> > > es übrigens noch nicht mal so hohe Pixeldichten, wie man bei den
> > > meisten bisherigen Systemen erwarten würde.
> > 
> > Nein, hab ich nicht.

> Das überrascht mich fast, denn der Hype darum (während der
> Kickstarter Kampagne) war ziemlich groß, und in diversen computer udn
> Spiele-Medien wird und wurde darüber berichtet. 


Ich bin da etwas unkonventionell: mir entgeht da vieles was dem
Mainstream consumer überall auffällt. Ich schaue kein Fernsehen und
halte mich von jeglicher Werbung fern, aber finde dann dafür Dinge,
von den andere Leute noch nie was gehört haben oder nicht mal wissen,
dass es so was gibt. 

> Ich hab das Ding selbst noch nicht aufgehabt, aber jeder der das
> getan hat, war begeistert und ich hab nirgendswo gelesen, dass jemand
> die niedrige Auflösung wirklich kritisiert. Es ist da nämlich auch
> so, dass das Bild verzerrt gerendert wird, also auch verzerrt auf dem
> Bildschirm dargestellt wird, und die Optik das wieder entzerrt.

DAS tönt für mich nach einem äusserst hässlichen Hack, so wie das
halbieren der Wiederholfrequenz und der Helligkeit im 3D Kino.

Da werden wieder Abkürzungen genommen, was so ein Produkt dann
weniger als brilliant macht. Ich finde es generell gut, dass man
sowas vorantreibt, nur auf der anderen Seite bin ich Purist. 
Ich bin einer der ein 30 Zoll 2500 x 1600 Display hat und mit der
Auflösung nicht zufrieden ist, also sich wunderte damals, dass
Auflösungsmässig sich da nichts mehr getan hat in den letzten Jahren.
DPIs sind bei so einem Display unter jeder Sau leider und ich sehe
die Pixel immer noch sehr gut. 
Wie so eine Kleinstauflösung vom Auge nicht als Beschiss wahrgenommen
wird, das ist mir schleierhaft, aber meine Auge denke ich würde das
garantiert sehen. Ich halte mich z.B. deshalb vom 3D Gaming fern oder
Spielkonsolen, weil das alles so was von ätzend mittelmässig und
minderwertig ist in Frame raten und Auflösung. Und ja im 3D gaming
die Datenrate die besteht dann einfach halbliert wird, ich also nicht
mehr sehe dank 3D, sondern einfach die hälfte von dem was ich vorher
gesehen hab, aber mit beiden Augen.

Ich zocke seit ich 12 Jahre als bin und hab mittlerweihle einen sehr
hohen Anspruch und mein Gehirn registriert sofort wenn es für blöd
verkauft wird. 
Und anscheinend bin ich nicht der einzige: war letzthin mit meiner 67
jährigen Mutter im 3D Kino und ihr wurde regelrecht übel im 3D Film
und ich weiss, was sie meint. Bei mir hat das das Erlebnis des 3D
Kinos seit Dekaden getrübt:
Die Qualität ist einfach unzureichend. Die Frameraten sind viel zu
klein, man sieht das vor allem wenn ein Objekt ganz nahe am
Beobachter ist, und sich etwas schnell bewegt, es flackert und
flimmert dann so was von ätzend. 
Und am Schluss denke ich ist es wie bei VR: Headtracking und alles,
das muss extrem präzise gemacht werden, weil das Gehirn sonst merkt,
dass irgendwas faul ist und dann kriegt man Kopfschmerzen oder
Übelkeit, so wie bei einer rasanten Autofahrt, wo man die Augen zu
hat oder ein Buch liest: das Innenohr sagt "starke G Forces, massive
Bewegung", das Auge sagt "nee, alles ruhig, bewegt sich nicht". Diese
beiden Sensoren verwirren das Gehirn, was dann nicht mehr weiss, was
es denken soll, was echt ist. 

> (heißt: Displays werden eh hochauflösender und billiger), und dann
> ist es auch kein Problem später höherauflösendere Displays
> einzusetzen. Dann vielleicht auch ein OLED :-)

Das denke ich auch, höhere Auflösungen sind sicher noch eine
Möglichkeit. 

> > Und der Preis? 
> > 300 dollar? Für was? 
> Für das erste erschwingliche VR-System, das diesen Namen verdient.

Denke bis das wirklich ein Erfolg wird, muss der Preis auf 100 dollar
runter.
300 ist für viele ne recht grosse Investition.

> Noch ist das DIng ja eh nicht auf dem Markt, daher den Preis mal
> abwarten, und es ist eben gut möglich, dass die Verkaufsversion eine
> höhere Auflösung bekommt. Aber auch so finde ich 300$ jetzt nicht zu
> teuer. Entwicklung kostet ja auch Geld. Und es ist nicht einfach nur
> ein Display, was man vors Gesicht spannt. Es gibt ja am Markt auch
> diverse Videobrillen, in der aktuellen c't ist da ein test. Zum
> Beispiel das schon erwähnte GErät von Sony (bietet aber auch nur
> 1280x720) und bald auch das ST1080 von Silicon Micro Display (mit
> 1920x1080). Die kosten sogar 800$ - und sind dabei eben noch nicht

Ja, ich weiss, habe das VR Feld vor Jahren mal analysiert, und die zu
kleine Auflösung war bei allen das Problem. 

> dran ändern. Und es war tatsächlich auch der Smartphone/Tablet/Mobile
> Gaming/Bewegsungsteuerung-Boom, der nun dafür gesorgt hat, dass
> sowohl Displays wie auch Trackingsysteme klein, leicht, billig und
> hochauflösend werden. Optimistisch stimmt ja auch, dass er da guten
> Support von den großen Spiele-Schmieden bekommt, deren Leute auch
> davon begeistert sind. 

Ich hab da noch ganz grosse Visionen, von VR brillen, durch die du VR
Fitness machen kannst, wo du auf einem laufband rennst, aber durch
eine Alpenlandschaft, wo du rumschauen kannst. Oder ein Fitness-Park,
der zu einem Abenteuer Spiel ausartet, aber mit echter körperlicher
Betätigung kombiniert ist. 

VR ist halt heikel, da die frameraten sehr hoch sein müssen, hänger
oder lags darf es nicht geben, wenn du deinen Kopf im Wohnzimmer
drehst, kommt es auch nie vor, dass das Bild mal stockt. Das ist aber
ein Phenomen das jede Graka leider hat, zu wenig FPS oder Auflösung
oder beides. 

Oder es sieht unrealistisch aus. 

Ich bin mal gespannt, werde das Projekt auf Kickstarter verfolgen.
Merci für den Tip.


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