2. Februar 2013 09:47

Re: Vermutlich weil auch in Zukunft Leute daran was verdienen

> Es wurde ja auch zu einem Preis verkauft, der alle Kosten, sowie
> einen Gewinn für den Künstler beinhaltet - der durchaus sehr hoch
> sein kann. Dies ist bei einer CD für 10 Euro nicht der Fall, da kommt
> die Entlohnung erst im Laufe der Zeit über die Masse.

Der Urheber von Musik tritt seine Rechte doch meist an
Wiederverwerter wie Sony, Virgin etc ab und erhält genau das, was du
hier unmöglich machbar findest. Die eigendlichen Kosten entstehen
doch erst _durch_ diese Verkaufsfabriken. Weil solche Kosten hier
eine Lobby geniessen, quasi als Argument hingenommen sind gehen die
Verwerter nun schon hin und plücken Künstler zur Auftragsarbeit, oder
wandeln unter hohem Kostenaufwandt zufällige attraktive Menschen zu
Künstlern(casting). Ein 8Stellig aufgebautes image von Justin Bieber
ist _kein_ Argument für hohe Produktionskosten.

> Das medikament wird auch nach dem Auslaufen des
> Exklusivvermarktungsrechtes weiterhin verkauft. Oder vedient Bayer
> kein Geld mehr am Aspirin? Tatsächlich kann eine Erfindung aber auch
> sehr gut ohne die Veröffentlichung als Patent vermarktet werden.
> Diese Möglichkeit haben Musiker und Komponisten nicht.

In aktiver Produktion, ja. So wie Musiker ihr dasein aktiv vermarkten
können. WEIL seit 20Jahren Aspirin konkurrenzfähig ist, verkauft es
sich. Ein absoluter Ausnahmemusiker(so wie Aspirin gemessen am Erfolg
ein absolutes Ausnahmeprodukt der PhI war) wird auch nach 20 Jahren
Konzerthallen füllen können (siehe zB. Joe Cocker). Der Unterschied
zwischen uns beiden besteht hier in der Auffassung von "aktiv
vermarkten". Ich verstehe darunter ein Konzert, du verstehst darunter
die Verkaufsfabrik mit Strom und Lobby zu versorgen.

Anzeige

heise online Themen