5. November 2012 11:03

Re: Vor 9/11 musste man nur seinen EU-Ausweis kurz durch die Luft wedeln... (Editiert vom Verfasser am 05.11.12 um 11:40)

hurgaman2 schrieb am 5. November 2012 09:54

> ...um in die USA einreisen zu können.

> Kein Scherz, keine Übertreibung. Zumindest an der
> mexikanisch-amerikanischen Grenze war das früher definitiv möglich.
> Die interessierten sich da nämlich nur für 'illegal aliens', also
> Mexikaner ohne Arbeitserlaubnis. Hatte man einen europäischen Pass,
> musste man den nur dem Beamten kurz wedeln, fertig. Stempel gab es da
> weder bei der Aus-, noch bei der Einreise...

Och, das geht zum Teil immer noch, es muss nur die Hautfarbe stimmen.
Hab ich vor nicht all zu langer Zeit selbst erlebt.
Verschärfte Pass- und Personenkontrolle bei der Ausreise Richtung USA
(Flughafen München) - also eine zweite Kontrolle nach der normalen.
Es wurde nochmals der Reisepass genauestens geprüft, das Foto
abgeglichen und alles was nach Moslem aussah, sowie Orthodoxe Juden
und andere Verdächtige wurde nochmal komplett gefilzt, das Handgepäck
geröntgt, etc.

Dann kam ich, der Beamte hat mich angesehen, dann meinen deutschen
Pass und hat mich - ohne den Pass überhaupt aufzuklappen - an den
Kontrollen vorbei ins Terminal gewunken.
Meine Mitreisenden verstehen das bis heute nicht, aber es hat
scheinbar Vorteile wenn die Hautfarbe im Fachhandel unter Reinweiß
läuft.
Die Einreise war übrigens auch wenig unspektakulär: Fingerabdrücke,
Ausreisedatum und fertig.
Die komplette "Terrorabwehr" ist eben doch eine rein rassistische
Angelegenheit und liegt im ermessen des diensthabenden Beamten.

Gegenprobe zwei Monate später:
Ein Bekannter, leicht dunkelhäutiger, Münchner (Bairischer
Eingeborener) wollte auch in den USA Urlaub machen. Leider hatte er
auch noch das Pech in diesem Jahr bereits beruflich im nahen Osten
gewesen zu sein.
Die stundenlange Befragung bei der Einreise, soll nicht angenehm
gewesen sein!

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