27. November 2012 16:18

Re: Warum nicht Selektion statt Manipulation?

Jim_Bimm schrieb am 27. November 2012 15:55

> Bartträger schrieb am 27. November 2012 13:36

> > V|olator schrieb am 27. November 2012 11:23
> > 
> > > Genau so hatte ich es auch verstanden, als Genmanipulation, wie man
> > > es vom berühmt berüchtigen Mais kennt.
> > 
> > Die Genleute lieben es, ihr Metier so darzustellen als könnten sie
> > die Organismen quasi programmieren. Dem ist aber natürlich nicht so.
> > Die können maximal an einer Hand voll Genen sinnvoll manipulieren.
> > Ansonsten sind die Zusammenhänge so kompliziert, dass sie gerade mal
> > im Ansatz erkannt werden.
> > > http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1859685/

> Der Beitrag hat nichts mit Genen zu tun, sondern mit regulatorischen
> Sequenzen. Das sind unterschiedliche Dinge.

Hast du den Artikel überhaupt gelesen? Die Regulatoren bestimmen, wie
die Gene funktionieren. Und das soll nichts mit Genen zu tun haben?
Pass ma' lieber auf, dass das nicht dein Biolehrer hört.

> Ansonsten stimmt das so halb. Eine Menge ist noch unerforscht, einige
> Gene sind aber sehr gut charakterisiert. Im Vergleich zu dem, was da
> noch wartet ist das eine Handvoll, in absoluten Zahlen natürlich
> nicht. Man kann mittlerweile ganze Stoffwechselkreisläufe per
> Gentechnik neu in Organismen einbringen. Die gentechnisch veränderten
> Pflanzen auf dem heutigen Markt kommen auch gleich mit mehreren
> Resistenzen gegen verschiedene Schädlinge, Pilze, Frost, Dürre daher.

Wenn die Resistenz einfach genug kodiert ist, schaffen das vielleicht
auch die Genetiker. Bei Dürre fängt's aber schon an sehr kompliziert
zu werden, und es wäre für Genetiker gänzlich unmöglich, wie sie das
sonst machen, von anderen Arten Genabschnitte sinnvoll einzubauen.
Bei vielen realen Belangen der Landwirtschaft ist die normale
Züchtung durch Selektion weiterhin überlegen.

> Das bedeutet natürlich nicht, dass alles möglich ist und man es nur
> machen muss. Aber es geht eine Menge.

Es geht nur die Menge, die simpel genug ist.

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