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9. November 2012 06:58

Re: Was Nokia für Bochum, ist AMD für Dresden

> Nokia hat sein Werk komplett still gelegt.

Auch nicht wirklich. Der Fehler war wohl eher, daß sie es innerhalb
Binnenmarkt umgezogen haben, statt gleich in China auftragsfertigen
zu lassen. Bei der Kampagne geht's aber ursächlich darum, eigenes
politisches Versagen anderen in die Schuhe zu schieben. Dabei
natürlich auch, daß gegen Rumänien schlecht vertretbar ist, in Bochum
Verdienplätze aufrecht zu halten, die »Made in China« in »Made in EU«
umlabeln. Mehr aber darum, daß sich -- warum wohl? -- niemand finden
ließ, der das Werk übernommen hätte, um es in einen
Handy-Auftragsfertiger umzubauen. Vor allem aber darum, daß
einerseits die Erkenntnis schmerzt, selber gar nicht mehr die
strukturschwächste und deswegen gepäppelste Region zu sein,
andererseits die immerselbe Wut ausbricht, wenn sich jemand die
Freiheit rausnimmt, lieber unvernünftig tief in die Tasche zu
greifen, um sich Erpressungsversuchen schon im Ansatz zu entziehen.
Wohl am eindrucksvollsten mit der Rhein-Main-Airbase vorgeführt.

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