24. Januar 2013 12:29

Re: Was hat das dann für Zugriffszeiten

> http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/extref/nature11875
> -s1.pdf

> Kleiner Schipsel: Lesezeit über zwei Wochen bei Kosten von mehreren
> 1000 Dollar / MB (sic!).
> Das geht billiger und robuster mit anderen Methoden, würde ich mal
> meinen.

Nein: Es wurde nur eine Lane von 10 vorhandenen für ihr Experiment
gefüllt. Man kann also zehnmal soviel Information zum selben Preis
lesen: Sequenziergeräte laufen hochparallel und die Eingabe ist u.a.
in “Lanes” aufgeteilt, die man füllt. Dass hier nur eine von zehn
Lanes verwendet wurde, ist vergleichbar mit einem Transportflugzeug,
in das man nur eine Kiste stellt, anstatt den gesamten Stauraum
auszunutzen (mit dem Unterschied, dass die Sequenziermaschine nicht
weniger Energie verbraucht, wenn sie nicht gefüllt ist).

Der reelle Preis ist also um die 220 USD/MB. Es geht noch billiger,
indem man das Codierschema verbessert (ist ja nur ein
Proof-of-concept), außerdem wurde hier nicht die allerneuste
Sequenziermaschine verwendet sondern ein Modell vom Vorjahr. Aktuelle
Geräte machen’s noch billiger.

Als Maßstab: das gesamte menschliche Genom (3 Gigabasen) lässt sich
mit aktuell für knapp unter 1000 $ sequenzieren.

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