3. November 2012 21:32

Re: Wofür braucht man soviel Geld?

JusTee schrieb am 3. November 2012 21:26
>
> Mausefalle schrieb am 3. November 2012 20:15

> > Yodama schrieb am 3. November 2012 19:47
> > 
> > > + Anwaltskosten (z.B. Abwehr von Klagen)
> > 
> > Meinst Du, das wird praktisch genutzt? WL hat ja keine Notwendigkeit,
> > eine rechtliche Basis zu haben, Veröffentlichen kann man immer, dafür
> > muss man nicht irgendeine juristische Person in einem Land haben wo
> > man belangt werden kann. 

> Jo, und weil das ja nicht so notwendig ist, müssen sich Media Outlets
> bei Veröffentlichungen ja nie rechtlich beraten lassen und vorab
> absichern. 

Die Medien haben auch Veranwortung und können verklagt werden. Wen
verklagt man bei Wikileaks, wenn man sich als Deutscher oder
Amerikaner verunglimpft fühlt? Na?

> Schon mal geschaut, was etablierte Presse so an Haus- und
> Expertenanwälten verbraten? Aber klar, Wikileaks ist ja nur 'ne
> Webseite, die braucht so was ja nicht ... 

Genau. Sie verkaufen keine Abos, sie sind rechtlich nicht greifbar.
Ich dachte, das wäre jedem soweit klar, vor allem denen, die an eine
Verschwörung gegen Assange glauben -- wieso sollte es die geben, wenn
man sie einfach mit einem zivilen Gerichtsverfahren vernichten kann?

> Klar, ist ja auch alles so einfach so mal auf Zuruf änderbar. Die
> Transaktionskosten für einen Wechsel sind auch nicht soooo niedrig,
> insbes. wenn man aufpassen will, bei WEM man denn so hostet.

Naja, bisher habe ich nichts davon gehört, dass WL besondere
Anforderungen erfüllen müsste. Die wenigsten Menschen informieren
sich derzeit direkt bei WL, die Informationen kommen über die
Nachrichten. Und es gibt fremdfinanzierte Mirrors.

> Und ist
> ja nicht so, als ob WL nicht in den letzten 2-3 Jahren schon mehrfach
> umziehen musste. Da sich schon einige Hoster da Probleme eingehandelt
> haben, dürften die Service-Prämien für WL-Services (mit hinreichender
> Anyonymität) wohl etwas über Standardmarktservices liegen.

Wozu Anonymität? "Herr Julian Assange, Botschaft Ecuador, London".
Weiß doch ohnehin jeder, dass er da sitzt.

> Abgesehen davon, dass Assange mittlerweile wohl ein paar Leute fürs
> Rumreisen bezahlen muss (da er nicht mehr selbst reist).

Und weshalb müssen die in seinem Namen reisen? Hat er irgendeine "Ich
muss mindestens mit 17 Frauen auf vier Kontinenten pro Jahr
ungeschützten Geschlechtsverkehr haben"-Vereinbarung mit dem Teufel?
Du glaubst doch hoffentlich selbst nicht, dass Assange als Promi
selbst noch Recherche und Verifikation betrieben hat, dass er
rumreist und mit vertraulichen Quellen spricht, oder?

Aber da Du ja offenbar ein gut informierter Fan bist: wie wurden die
mehr als 110k Euro Kosten für Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben?
Musste WL Adwords-Werbung schalten und Medienauftritte kaufen um
wahrgenommen zu werden?

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