9. Januar 2013 03:38

Re: Zur Haftungsfrage

Bei langsamer Geschwindigkeit können unzählige Signale verarbeitet
und „durchgerechnet“ werden. Weil auch die Anhaltezeit im Notfall
kurz ist oder das Wechseln zu einer neuen Strategie möglich ist, weil
man das Stauende nicht schon 50 Meter hinter sich gelassen hat wie es
bei hoher Geschwindigkeit der Fall wäre. 

Ganz nebenbei bin ich sicher, dass wir beizeiten Signalgeber an
Ampeln/Straßenschildern etc. sehen werden. So wie die großen und
sicher teuren Verkehrs- und Parkplatzanzeigen in den Städten ist das
eine gute Investition für Länder und Gemeinden. Und das wird
schneller gehen als wir heute denken. Denn die Industrie will gar
keine wirklich selbstfahrenden Fahrzeuge. Weil sie weiß, dass man
Autofahrer nicht von ihrem Thron verdrängen darf wenn man weiter
Autos verkaufen will. Also wird alles auf Vernetzung und intelligente
Assistenz-Systeme heraus laufen. Außerdem mogelt sich die Industrie
so aus einer drohenden Kostenfalle heraus: Der Haftungsfrage im Falle
eines Falles.

Wirklich autonom fahrende Fahrzeuge werden auf Jahrzehnte hinaus
bestenfalls auf festen bzw. vorgegebenen und präparierten Strecken
eingesetzt. Hinter hohen Zäunen, damit ja kein Mensch und kein
Maulwurf über die Fahrbahn laufen und unvorhergesehene Kosten und
negative Presse erzeugen kann. Denn das wäre schlecht fürs Geschäft.

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