2. Februar 2013 19:44

Re: gegen konsequenten Unverstand hilft nur Obsoleszenz

Es ist entsetzlich wie viel Sch... hier gelabert wird, sagen sie mal
Herr Langer glauben sie wirklich, dass es hier Niemandem auffällt wo
her der Wind weht? Sie sind ein GEMA Claqueur, arbeitet Ihre Tochter
bei dem Verein?

 alanger_sebi schrieb am 30. Januar 2013 09:35

> > Bei allem was man so liest kommt man zu dem Schluss:
> > Die GEMA hat die Geschäftsmodelle rund um "Bild und Ton" im Web
> > schlicht nicht verstanden.
> Sind die Geschäftsmodelle denn soviel anders als in der
> Prä-Internet-Ära? Warum läuft Musik im Radio, auf Musiksendern, in
> Diskos? Ist das alles nur Werbung, um Platten zu verkaufen?

Ja natürlich sind Radiosender reine Werbetreibende für die MI, ich
weis nicht wie es heutzutage ist aber bisher wurde ein Musik-Redaktör
"kostenlos"!!! mit den neuesten Scheiben versorgt, damit das Zeugs
auch gespielt werden kann, wird denn für diese "Promo-CDs" eigentlich
etwas an die GEMA abgeführt?? 

Vor dem Internet gab es Radio, Plattenspieler, Cassetten, Bänder und
später denn CDs.

Seit dem Internet haben wir dann noch das Internet dazu "bekommen"
mit Festplatten und dem mp3 Format, also es hat sich seit der
prä-internet-ära sehr viel geändert.

> > Warum betreibt man professionell viel Aufwand um Videos ins Netz
> > stellen zu können, und wie verdient man damit Geld?
> > Wer bezahlt warum wofür?
> Man liest ja hier öfters, dass die Youtube-Präsenz doch eigentlich
> Werbung für die Musik sei. Oder gar, dass deshalb sogar die GEMA an
> Youtube zahlen sollte. Die Fragen, die du stellst, sind da in der Tat
> von Bedeutung, und die Antworten sind eben anders, als es viele
> erwarten, ich hatte da hier schon mal ausführlicher geantwortet:

Also dass die GEMA wegen der Werbung an YouTube bezahlen sollte ist
doch mehr als klar, wer verbreitet denn sonst die neuesten Songs und
besonders Stücke die in keinem Laden zu finden sind, Bootlegs die ich
nur in Russland runter laden kann usw usf. ganz egal wer daran die
Rechte hat, nur wenn es auf YouTube zu finden ist kann ich es einem
anderen Menschen auf der ganzen Welt "vorspielen" was ich auch mit
einer gekauften CD machen könnte.

> Allerdings kann man nun nicht einfach sagen, dass die GEMA doch sich
> der zeit anpassen sollte. Es ist zunächst mal ihre Pflicht, dafür zu
> sorgen, dass ihre Urheber gemäß dem urheberrechtsgesetz vergütet
> werden. Sie wurden von ihren Mitgliedern damit beauftragt, und steht
> da als VG auch in besonderer Verantwortung gegenüber dem Gesetzgeber.

das haben schon die Nürnberger Prozesse gezeigt, man darf nicht blind
das machen was in einem Gesetz geschrieben steht, wenn erkennbar ist,
dass es unrecht ist. (z.B. GEMA Vermutung), dann ist es des Bürgers
Pflicht darauf zu reagieren.

Und wenn die GEMA dann gesetzlich geregelt, einfach mal die Gebühren
erhöht dann fallen halt die geplanten Sendungen ins Wasser
(Spacenight z.B.) und Clubs müssen dicht mache, das hat sich dann
besonders für die Künstler gelohnt!!

> Wenn die GEMA nun einfach sagen würde "Musik auf Videoportalen muss
> nicht vergütet werden", dann würde sie widerrechtlich handeln, weil
> sie nicht dazu befugt ist, mal eben das Urheberrechtsgesetz zu
> ändern.

Warum sagt denn die GEMA nicht Musik auf Tauschbörsen muss vergütet
werden??? Nein die Tauschbörsen werden verboten!!!
Wenn ich mir vorstelle dass es Menschen gibt die seit 15 Jahren Musik
saugen, zum Teil mit Telefonkosten von mehreren hundert Mark (damals)
und mir ausrechne wenn die MI und die gesetzlich legitimierten
Verwerter das mit einer Kulturflatrate erlaubt hätten, dann währen
sagen wir mal 15 Euro pro monat in 15 Jahren bei nur einer Million
Nutzer in Deutschland rund 2komma7 Milliarden zusammen gekommen!
Das ist aber nicht passiert es wurden dagegen Millionen für
Lobbyarbeit, und Zensurmassnahmen, Gerichtsprozesse und Abmahnungen,
Schadenersatzforderungen verschwendet, ganz davon zu schweigen dass
sogar die Arbeitsfähigkeit von Gerichten beeinflusst wurde und
Existenzen zerstört wurden, das sind also mal eben geschätzte 3
Milliarden Euro Schaden nur in Deutschland, der totale Wahnsinn!!!

Was hat im Gegenzug dafür stattgefunden? die CD Käufe sind zurück
gegangen, die Festplatten und Online-Verkäufe sind gestiegen und in
Russland verdient sich Hinz und Kunz eine goldene Nase mit downloads,
ohne dass auch nur ein einziger Cent für die hart arbeitenden
Künstler und Schreiberlinge in Deutschland abfällt.

Einzig die GEMA ist daran schuld und die MI die den Verwerten Glauben
geschenkt haben...

> Das Problem besteht ja stattdessen darin, dass man als GEMA-Mitglied 
> nicht die Möglichkeit hat, Ausnahmen einzuräumen. Es gibt bestimmt

Ja warum denn nicht? Weil die sich wie mein Vater seit 15 Jahren
strickt weigern sich einen Computer zu kaufen und davon nichts wissen
wollen? D.Bohlen war mal ganz "erstaunt" als er "seine" Lieder zu
Zeiten des (Gold)Esels in den Tauschbörsen wieder gefunden hatte,
sogar einige Songs von denen er selbst keine Kopie mehr hatte, warum
durfte das nicht so weitergehen und die User die das möglich gemacht
haben reell dafür bezahlen lassen??? Nein es MUSSTE ja unbedingt
verboten werden und jetzt wo es nur noch die Großen machen können,
wird die GEMA halt von denen kräftig in den Hintern getreten
(verarscht) seit etwa 4 Jahren keine Einnahmen mehr von YouTube und
wie viel zahlt der Apple-Musikladen in USA an die Deutsche GEMA?

> einige Urheber die z.B. am liebsten sagen würden, dass sie für ihre
> eignen Konzerte (also wenn sie selbst auch Interpreten sind), für die
> Verbreitung auf Videoplattformen, fürs nicht-kommerzielle Verbreiten
> von Texten/Noten/Tabs, und fürs Privatkopieren ohne Verbreitung auf
> eine Vergütung verzichten sondern grundsätzlich freigeben wollen.
> Aber das geht eben nicht. Und aus praktischen gründen kann ich das
> sogar in gewisser Weise verstehen.

Auf eine Vergütung fürs private Verteilen und kopieren mittels
'Tauschbörsen verzichtet einzig und allein die MI/GEMA, denn sie
verbieten diese Verbreitungsart und jede Möglichkeit das zu
versilbern, ich sag nur schön blöd und selber Schuld, Ihr scheint
Geld wie Heu zu haben wenn Ihr meines nicht wollt und kauf mir noch
ne HD

Es ist ums Verrecken nicht möglich, zu verstehen, dass wenn ich mir
eine CD einmal kaufe, dann kann ich mir die (fast) ohne weitere
Gebühren eintausend mal anhören und wenn ich mir die CD gekauft habe
kann ich die dann anderen Menschen über YouTube vorspielen, genauso
als wäre ich zuhause und spiele das einem Freund vor und dafür will
die GEMA dann Geld sehen??? 

Erst wenn diese Musikstücke vervielfältigt/kopiert werden und bei
anderen Usern auf der Platte landen sollte dafür eine Gebühr fällig
werden, obwohl, solange die Lieder nur auf der Platte rumliegen und
nicht mal gehört werden??? 

Haben die den Unterschied zwischen streaming und kopieren überhaupt
schon verstanden?

Und noch mal, wenn ich mir die Mühe mache und einen Internetzugang
bezahle, mir einen Computer kaufe und der ganzen Welt zeigen will was
für tolle Lieder ich habe, dann darf ich das nicht, denn ich darf
dafür nicht bezahlen auch wenn ich bezahlen möchte geht das nicht,
obwohl ich das gleiche mit meiner Plattensammlung machen kann.

Es gäbe noch so viel zu Ihrem Geschreibsel zu kommentieren Herr
Langer aber jetzt ist erst mal Schluss.

Die Piraten meinen dazu (ich nehme mal an das ist hier erlaubt):

dass keine Überwachungs- oder Zensurtechnologien wie
Vorratsdatenspeicherung, Kommunikationsüberwachung oder
Internetsperren zur Rechtedurchsetzung eingesetzt werden,
die Verkürzung von gesetzlichen Schutzfristen, die in ihrer
bisherigen Länge vor allem den Verwertern zugute kommen,
dass keine Beschränkungen durch Kopierschutzmaßnahmen oder gar
Sperrungen von Internetanschlüssen erfolgen,
mehr Mitspracherechte für Urheber gegenüber den Rechteverwertern wie
ein  Zweitverwertungsrecht oder eine zeitliche Begrenzung von
»Buy-Out«-Verträgen,
eine neue Schrankenregelung des Urheberrechts, die das freie,
nichtkommerzielle Kopieren von kreativen Werken im Internet
legalisiert,
eine zeitgemäße digitale Archivierung für Bibliotheken,
die Befreiung der Bildungseinrichtungen von Urheberrechtsabgaben,
den freien Zugang zu mit öffentlichen Geldern finanzierten Inhalten
wie bspw. wissenschaftliche Arbeiten oder Medien der
öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten,
die Legalisierung privater offener (WLAN-)Netzwerke durch die
Abschaffung der Störerhaftung.

C3S meint dazu:

Bessere Einnahmemöglichkeiten für MusikerInnen, die alternative
Lizenzmodelle nutzen.
Keine Vorabzahlung: Geringe Mitgliedsbeiträge, die von
erwirtschafteten Lizenzgebühren abgezogen werden – kein Negativkonto.
Gesichertes Sockeleinkommen: Du erhältst 100% der monatlichen
Lizenzgebühren, so lange ein fester Schwellenwert nicht überschritten
wird.
Werkbasierte Verwertung: Du wirst entscheiden können, welche Werke
die C3S verwalten soll.
Pay-per-play: Die Verteilung der Lizenzgebühren soll basierend auf
einem 1:1-Schlüssel erfolgen, so weit es die technologische Umsetzung
zulässt.
Du behältst die vollständige Kontrolle über Deine Rechte, die C3S ist
das ausführende Organ.
Du entscheidest über die kostenlose und legale Verwendung Deiner
Musik.
Einfache Lizenzierung Deiner Werke für Games, Film und Werbung.
Volle und gleiche Stimmrechte für alle Mitglieder.
Transparenz für alle Zahlungstransaktionen und Lizenzierungsvorgänge.
Geringer Verwaltungsaufwand für unabhängige KünstlerInnen durch
weitgehend automatisierte Lizenzverträge.

Von Alledem schon mal was gehört Herr Langer???

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