13. Januar 2013 12:04

Re: ich hätte da eine gerechte Lösung anzubieten

Tafelsilber schrieb am 12. Januar 2013 23:18


> > Auch jeden Tag, jede Woche, jeden Monat?
> > Oder vielleicht sogar nur einmal im Jahr oder nur einmal überhaupt?
> > Wahnsinn, wie einfach manche Dinge doch sein können.

> Also jederzeit, wann immer es der GEZ gefällt?

Eigentlich müßte das so sein um Beschiß vorzubeugen. Aber glaub
nicht, daß mir der Gedanke so gut gefällt.

> > Das Problem ist halt, daß jemand, der sich abmelden will und vorgibt,
> > keinerlei Rundfunkgeräte zu besitzen, diese für den Nachweis entfernt
> > und hernach wieder hinstellen kann.
> > Ist auch nicht korrekt, oder?

> Nein, das ist überhaupt nicht korrekt. Aber das ist das Problem ... 

> > Aber ein DSL-Anschluß ist kein nachweis für das Bereithalten eines
> > Rundfunkgerätes.

> "Neuartiges Rundfunkempfangsgerät"

es soll Leute geben, die DSL haben, aber keinen Rechner. Es gibt auch
Leute, die haben einen alten Rechner mit dem Rundfunkempfang gar
nicht möglich ist. Rundfunkempfang über Internet ist unzureichend. Da
kann man nicht von Rundfunk sprechen.

> > Ein Freiberufler kann DSL zuhause benötigen, benutzt seinen Rechner
> > aber nur für die Arbeit.

> Auch die müssen zahlen - gerade mal "Kassensysteme" sind hier
> ausgeschlossen. Darüber regen sich doch so viele auf. Ich darf auch
> für PCs löhnen, die nur für die Diagnose dienen oder für
> Softwareentwicklung.

seit 01.01 nicht mehr. Freiberufler, die von zuhause aus arbeiten,
müssen ab sofort nur noch einen Beitrag zahlen. Kassensysteme fallen
aus der Regelung raus.

> > Der wäre dann wiederum angeschissen.
> > Den DVB-T-Empfänger an der Kiste kann er für den besuch des
> > Kontrolleurs mal eben schnell entfernen.

> Das entfernen der Netzwerkkarte zählt übrigens nicht und wie schnell
> so ein "Empfangsmodul" aus einem Fernseher ausgebaut ist, kann ich
> nicht einschätzen.
schnell. Klappe auf, abgezogen.

> > Wie mans auch dreht und wendet - immer gibt es Ungerechtigkeiten und
> > Unzulänglichkeiten im System.

> Und die gilt es zu minimieren.
Ich sage ja, daß das alte System ungerecht war und das neue auch
ungerecht ist

> Ich persönlich bin eingeschränkt pro "GEZ-Gebühr", da man die
> privaten Sender weitesgehend - bei den Sendungen angefangen, über
> Dokus, bis hin zu den Nachrichten - in die Tonne kloppen kann.

> Auch bin ich für Inhalte, die mir nicht zusagen, welche aber bei den
> privaten einfach nicht geliefert werden, obwohl die Zuschauer
> vorhanden sind - dazu zählen "Musikantenstadl" und Co. Die Alten
> werden nämlich einfach von den privaten ausgeblendet, das ist nicht
> fair.

Die Privaten haben halt im Gegensatz zu den ÖR keinen Sendeauftrag
und keine Verpflichtung zur Abdeckung aller Bereiche der Kultur, der
Unterhaltung und Information. Die können also machen was sie wollen.

> Nur empfinde ich es als absolut unfair, wenn Leute für etwas
> "blechen" müssen, was sie schon bezahlen bzw. sie es gar nicht
> konsumieren. Nur empfinde ich die HÖhe der Gebühren als zu hoch, auch
> finde ich den Rundfunkstaatsvertrag als unglücklich - denn wer hat
> schon eine garantierte Einnahmesteigerung, ohne auch nur irgendwas
> belegen zu müssen?

Falls am Ende Mehreinnahmen herauskommen, was noch niemand genau weiß
weil verläßliche Zahlen fehlen, sind die ÖR verpflichtet, die
Mehreinnahmen an die Beitragszahler zurückfließen zu lassen. So ist
das geregelt. Nun wird man halt abwarten müssen.

und bei der Neuregelung des RbeitrStv hätte man sich durchaus an
jenen Verträgen aus der Schweiz oder Österreich orientieren können,
wo es einerseits bessere Lösungen gibt, andererseit aber auch wieder
schlechtere.

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