5. Februar 2013 16:49

Re: "[...] keine Einsicht in eine Liste mit dem GEMA-Repertoire habe [...]"

DasWoelfchen schrieb am 5. Februar 2013 12:44

> redSun schrieb am 4. Februar 2013 15:24

> > Naaa, erstmal bekommt die GEMA nur was wenn das Video auch in
> > Deutschland angeschaut wird. 
> Ok - und das kann You-Tube zuverlässig ermitteln?
> Schon heute kann man You-Tube ganz einfach vorgaukeln man käme aus
> einem anderen Land.

Ja, YouTube kann 10000Prozentig genau ermitteln von wo die Anfrage
kommt. Anhand deiner IP. Natürlich könntest du jetzt ein proxy nehmen
aber dann stimmt die ermittlung trotzdem. Der Proxy steht eben in
USA. Warum der Proxy die daten nach DE weitersendet ist ja sein
Problem und muss im Einzelfall auf Legalität geprüft werden. ;)

> > Nix mit international. Für andere Länder
> > war die GEMA nie zuständig. da gibt es eigene Verwertungsunternehmen
> > die für den gleichen Titel das Geld wollen.
> Mit der nicht eindeutig bestimmbaren Herkunft des Nutzers wird die
> GEMA halt für jeden internationalen Abruf Geld verlangen. Damit sind
> wir genau bei dem Kern des Problems angelangt.

Für jeden NATIONALEN Aufruf. Und wer außerhalb von DE sollte dein ein
Proxy benutzen um eine DE IP zu haben? Außer Chinesen...

Das genze thema DE oder nicht DE ist doch müßig. Selbst wenn die
Ermittlung mal falsch ist wird der benutzer eben komplett wie ein
Deutscher benutzer behandelt. Also er produziert in DE Werbeeinnahmen
und führt die GEMA gebühren ab. Eine Fehlerrate ist hier so niedrig
wie irrelevant.

> > Und zum Katalog, was will man denn damit? Selbst wenn man ein Katalog
> > hätte würde man noch immer nicht wissen bei welchen Video jetzt gema
> > anfällt oder nicht. Wenn da im Hintergrund Musik läuft weilßt du ja
> > noch immer nicht automatisch welcher Titel das ist. Dazu müsste man
> > schon eine Datenbank mit Fingerabdruck zur automatischen Erkennung
> > der Titel haben was aber auch zu ungenau ist.

> You-Tube möchte so einen Katalog - also können wir davon ausgehen,
> dass sie damit etwas anfangen könnten.

Vielleicht wollen sie auch nur Gegenargumente bringen. Natürlich
könnte man vom User eine Titeleingabe verlangen und diese mit dem
Katalog abgleichen. Aber es wird eine erhebliche menge an
Fehleingaben geben. Also keine Erstrebenswerte Lösung. Ehr eine art
Notfallplan.


> > Es läuft doch in Wirklichkeit so das der das Video einstellt Angeben
> > muss ob hier GEMA Lizenzen gebraucht werden. Anders kann ich mir
> > jedenfalls nicht vorstellen wie das rechts sicher funktionieren soll.
> Ach so. Wie ist denn dann die Verfahrensweise, wenn derjenige, der
> das Video einstellt, das gar nicht wissen kann - z.B. weil es ja
> keinen öffentlich einsehbaren GEMA-Katalog gibt? Oder aber jemand
> sagt absichtlich die Unwahrheit - was ist denn dann zu tun?

Ich hab keine Ahnung wie sie das alles Lösen wollen. Wahrscheinlich
indem sie einfach komplett darauf verzichten und der GEMA einfach
pauschal Werbeeinnahmen abgeben. Und hierfür brauch man kein Katalog.
Andersrum kann man aber auch nicht ein Mindestgewinn auszahlen weil
man Nichtmal genau weiß wie viele Streams überhaupt angesehen wurden.

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