3. Februar 2013 12:49

Um Gewinne aus uralten Tonaufnahmen geht es nur zweitrangig

Vor ungefähr 50 Jahren fing die Musikindustrie an, Werke im
Popbereich zu produzieren, die auch heute noch gerne und vor allem
recht viel gehört werden, insbesondere im Bereich Rock'n'Roll und
Beat. Würden die Schutzrechte also nun auslaufen, könnte jeder diese
Werke konsumieren, verarbeiten (covern, Youtubevideos damit
unterlegen) und aufführen, ohne irgendwelche Gelder an die
Verwertungsgesellschaften abtreten zu müssen. Das würde mittelfristig
dazu führen, dass die Leute deutlich weniger aktuelle, mit
Schutzrechten versehene und somit teurere Musik konsumieren. Denn es
gäbe dann ja genügend gemeinfreie Musik, die auch heute noch sehr gut
gefällt.

Und genau davor haben die entsprechenden Stellen Angst, dass die
Leute aktuelle Musik weniger konsumieren würden und deren Einnahmen
deshalb einbrechen. Je mehr freie Musik es gibt, desto geringer
würden die Einnahmen der Musikindustrie werden. Aus diesem Grund wird
sie auch nicht umhin kommen, ewig für weitgreifendere Schutzrechte zu
kämpfen.

Anzeige

heise online Themen