15. Dezember 2012 23:18

Wat ein Schwachsinn


> > 
> > Die kleinen Künstler können von ihrer Kunst allesamt jetzt nicht
> > leben, und auch in Zukunft nicht. Die machen das als Hobby. 

Wenn die GEMA beteiligt ist, trifft das zu, weil es die Vermarktung
von Musik erschwert. Gäbe es die Möglichkeit nur einzelne Lieder
anzumelden und den REst für Promotion einzusetzen, bzw. nicht bei
Konzerten FÜR EIGENE Musik mehr an die GEMA zu bezahlen, als man
zurückbekommt, bzw. wenn die GEMA kaufmännisch rechnen würde, ein
TEIL DES GEWINNES, nicht des Umsatzes, bzw. skurrile Verrechnung nach
Quadratmeterzahl etc.etc. dann hätten auch die kleinen eine Chance.

Hilfreich wäre auch, GEMA Vermutung einfach knicken, dann ist sie
auch kein Hindernis mehr. 

> Ein Hobbymusiker wird kein GEMA-Mitglied sein, weil die zu erwartende
> Ausschüttung unterhalb des Jahresbeitrages liegt. Auf die GEMA
> angewiesen sind dagegen alle Komponisten ernster Musik, auch aus dem
> Jazz-Bereich. Durch die GEMA-Ausschüttung verdienen sie - zumindest
> einen Teil - ihres Lebensunterhalts.


Ah so. Also die 65000 GEMA "Mitglieder" sind alles Profis.Du erzählst
ja Sachen.

> Meist zahlt der Veranstalter die GEMA, und regelmäßige
> Veranstaltungsorte haben daher auch entsprechende Rahmenverträge. In
> jedem Fall aber zahlt derjenige die GEMA, dem auch die Einnahmen aus
> der Veranstaltung zufließen. Wenn es hier zu Mißverhältnissen kommt,
> so ist das ein normales unternehmerisches Risiko. Ein Risiko das eher
> kleiner ist, als sich bei der Saalmiete finanziell zu überheben. Wird
> kein GEMA-Repertoire aufgeführt, so kann man dies anhand einer
> Setlist beweisen.

Au Mann. Der Veranstaltr hat folgende schlichte Überlegung. Künstler
weniger und er zahlt GEMA oder Künstler mehr und Künstler zahlt GEMA.
Wer es formal bezahlt ist wirtschaftlich völlig egal. 

Ich nehme an, du hast noch nie gearbeitet, richtig?

> Die GEMA leistet das Inkasso für alle (musikalischen) Urheber
> gegenüber den Verwertern. Dass ein Verwerter, z.B. eine Disco, für
> die aufgeführte Musik, an der er Geld verdient, einen Teil seiner
> Einnahmen an die Urheber dieser Musik zahlt, ist gerecht, kann aber
> nur durch eine Institution, wie die GEMA tatsächlich realisiert
> werden. 

So richtig erklären kannst du das aber auch nicht oder? Zentrale
Datenbank, eingetäppelt, überwiesen, fertisch. Das kann auch der Zoll
machen, bzw. kontrollieren. Dafür brauht' s keine GEMA.


> Innerhalb der GEMA erfolgt eine Verteilung der Einnahmen nach Anzahl
> der Aufführungen, sowie Bewertung der musikalischen Komplexität des
> Werkes. Für die Anzahl der Aufführungen ist (letztlich) der Geschmack
> der Musikhörer verantwortlich. Eine der wichtigsten Aufgaben der GEMA
> ist es jedoch, die Einnahmen an Komponisten künsterlisch
> anspruchsvoller Werke umzuverteilen. So finanziert also Dieter Bohlen
> (nur als Beispiel genannt) mit seinen millionenfachen Aufführungen
> auch die Kustmusik in Deutschland. Leider wird diese Tatsache medial
> meist unterschlagen bzw. falsch dargestellt. Ohne die GEMA wäre nur
> kommerzielle Unterhaltungsmusik wirtschaftlich überlebensfähig.

Ah so. Aber dir ist schon klar, dass sich eine der meist
unterzeichnesten Petitionen gegen die GEMA genau an einem solchen
Fall entzündete. Moderne klassische Musik, wenig Zuhörer, wegen
großem Saal gigantische GEMA Gebühren, Konzert gestrichen. Wieso man
"anspruchsvolle" Musik, was immer das heißen mag, begünstigt, indem
man die Konzerte verunmöglicht, weißt du wahrscheinlich selber auch
nicht. Und ganz ehrlich: Das kann man auch nicht wissen. 

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