3. November 2012 13:34

Wenn da nicht die ganzen Problemchen wären...

Schöner Kommentar, aber in der Realität gibt es da so einige
Probleme:

- EPUB3 wird von keinem eReader bisher voll unterstützt, auch iBooks3
unterstützt nur einen kleinen Teil des Standards bisher
- um E-Books auf diversen eReadern gut aussehen zu lassen bedarf es
_viel_ Handarbeit, da jeder eReader seine eigenen Bugs hat und mir
kein einziger bekannt ist der EPUB2 wirklich fehlerfrei umsetzt
- neben den Workarounds für die ganzen Bugs in den eReadern gibt es
je nach System noch die Frage, "Wieviel Gestaltungsfreiheit lassen
wir dem Verlag?". Es gibt diverse Beispiele wo eReader verschiedene
(oder direkt einfach alle) Formatierungen überschreiben mit Standards
- so sehen dann alle Bücher gleich (schlecht) aus. Darauf
angesprochen wird dann geantwortet das es "Selbstschutz" sei, weil
soviele Verlage ihre E-Books mies formatiert anliefern würden - ja
aber so erzieht man die Verlage auch nicht zum Besseren...

Dabei schliesst sich gute Gestaltung und eigene Einstellungen des
Lesers überhaupt nicht aus. Die Kluft zwischen "Backlisttitel billig
im 1000er Pack in Indien konvertiert" und "aktueller Bestseller mit
vernünftigem Budget" ist halt _sehr_ groß.

Was ich sehr schön finde ist das Apple (ich bin ansonsten überhaupt
kein Applefan btw) nun endlich EPUB3 zu pushen scheint, bisher wurde
dort ja EPUB2.1 verwendet mit properitären Erweiterungen. Auch wenn
iBooks3 noch so einige Bugs enthält und der EPUB3 Standard bisher
nicht voll unterstützt wird, sind Dinge wie die mögliche
Versionierung und automatische Updates nun im iBookstore ein großer
Schritt in die richtige Richtung.

Wenn es dort nun noch eine bessere/feinere Unterteilung der Rubriken
gäbe wäre mir auch noch weiter geholfen - eigentlich will ich neben
meinen Kindertiteln (Freda) für 3-6 Jährige kein "Kinder bringen
Kinder um - Die Tribute von Panem" sehen.

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