01.02.2006 09:47
Schlaue T-Shirts und funkende Jacken – die Kleidung der Zukunft soll nicht einfach nur vor Kälte und Nässe schützen: In Jacken und Hosen eingewobene Chips, Sensoren und Aktoren sollen die Garderobe in eine zweite Haut verwandeln, die das Leben leichter und sicherer macht. Das T-Shirt könnte zum Beispiel den Herzschlag des Patienten messen und im Notfall den Arzt anrufen; der Schutzanzug würde den Chemiearbeiter vor giftigen Dämpfen warnen; die Jacke des Feuerwehrmannes könnte die Körperdaten und den Aufenthaltsort des Trägers an die Einsatzleitung funken. An Ideen zur Wearable Electronics – ein Geschäftsbereich, von dem sich der Münchner Chiphersteller Infineon allerdings unlängst trennte – herrscht offenbar kein Mangel.
Damit aus Ideen auch Produkte werden, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) jetzt im Rahmen der Förderung der Mikrosystemtechnik 15 Millionen Euro für die Entwicklung intelligenter Textilien ausgeschrieben. Bis zum 28. April 2006 können interessierte Unternehmen Projektskizzen einreichen.
Das Zusammenspiel hoch entwickelter Mikrosystem- mit Textiltechnik biete der mittelständisch geprägten deutschen Textilindustrie große Chancen, heißt es dazu aus dem BMBF. Schon heute sei die hiesige Bekleidungsindustrie auf dem Gebiet technischer Textilien international führend. Und um diese Position auszubauen, seien die Unternehmen ständig auf innovative Produkte angewiesen.Warum allerdings die Wirtschaft diese nicht selbstständig entwickelt, wenn sie meint, dass es für sie einen Markt gibt, darauf geht das BMBF in seiner Mitteilung nicht ein. (Richard Sietmann) / (Richard Sietmann)
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(jk)
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