20.02.2008 13:12
Als Briefmarkenersatz dürfte sie jeder schon gesehen haben: 2D-Barcodes, die deutlich mehr Informationen transportieren können als ihre eindimensionalen Pendants, die herkömmlichen Strichcodes. Insbesondere im Logistikbereich und in der Werbung können auf diese Weise Zusatzinformationen, Direktdownloads oder Webseiten mit den wichtigsten Unternehmensdaten direkt an den Kunden weitergeleitet werden.
Zum Auslesen der Daten benötigt man einen Barcode-Reader auf einem Foto-Handy. Wird der 2D-Barcode fotografiert, bekommt man direkt die entschlüsselte Information angezeigt. Handelt es sich dabei um eine URL, kann man die Seite über eine mobile Internetverbindung laden.
Sowohl bei den Barcodes als auch bei den Lesegeräten gibt es derzeit viele konkurrierende Lösungen am Markt. Der bekannteste 2D-Barcode in Deutschland ist der Aztec-Code, den zum Beispiel die Deutsche Bahn für ihre Onlinetickets nutzt. Ähnlich geartet ist der QR-Code, der in Asien am weitesten verbreitet und in Deutschland stark im Kommen ist, besonders hinsichtlich der Zahl der unterstützenden Reader und erster öffentlichkeitswirksamer Einsätze. Aber auch proprietäre Lösungen wie der BeeTagg bieten interessante Ansätze und in einigen Aspekten Vorteile. Nicht zu vergessen: Die Open-Source-Lösung Zxing, hinter der mit der Open Handset Alliance eine Gruppe von mehr als 30 namhaften TK-Unternehmen steckt und bei der nicht zuletzt auch das Schwergewicht Google mitmischt.
"Um den 2D-Barcodes zum vielerorts prognostizierten Durchbruch zu verhelfen, sind noch einige Hindernisse aus dem Weg zu räumen", schreibt iX dazu in seiner aktuellen Ausgabe. Neben "Kleinbaustellen" wie der Optimierung der Reader in Funktionsweise, Erkennungsgenauigkeit und Performance, der Einigung im Markt auf einen Code-Standard und der Vorinstallation von Barcode-Readern auf mobilen Endgeräten sei es entscheidend, dass jeder Einzelne den Umgang mit 2D-Barcodes verstehe und den Mehrwert einer solchen "Erweiterung der Realität" sinnvoll für sich zu nutzen wisse.
iX 3/08 ist an dem 21. Februar im gut sortierten Zeitschriftenhandel erhältlich oder kann ohne Versandkosten online bestellt werden.
(js/iX)
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